Schutzmaßnahmen für die EKHN werden angepasst

Auswirkungen des Lockdowns auf kirchliches Leben

29.10.2020

 

Die EKHN wird zeitnah darüber informieren, wie sie die kirchlichen Schutzmaßnahmen an die Beschlüsse von Bund und Ländern anpasst.

 

Am Mittwoch (28.10.2020) haben sich Bund und Länder auf einen einmonatigen begrenzten Lockdown geeinigt. Im Anschluss entscheiden Hessen und Rheinland-Pfalz, wie sie diese Beschlüsse umsetzen. Sowohl das hessische als auch das rheinland-pfälzische Corona-Kabinett tagen am heutigen Donnerstag.

 

Auf der Grundlage dieser Beschlüsse wird dann der Krisenstab der EKHN über die konkrete Umsetzung in Empfehlungen für die EKHN beraten. Neue Informationen des EKHN-Krisenstabs werden in der Folge zeitnah veröffentlicht.

 

Informationen aus dem Krisenstab der EKHN zur aktuellen Situation und zur Umsetzung für das kirchliche Leben und Gottesdienstliche Versammlungen

30.10.2020 / 14 Uhr / Update 11.11.2020

 

Sehr geehrte Damen und Herrn,

seit gestern erreichen uns viele Anfragen, wie in der EKHN die neuen Regelungen zur Eindämmung der Pandemie in den Kirchengemeinden umgesetzt werden sollen.

 

Als Krisenstab wissen und sehen wir, wie engagiert, aufmerksam und kontinuierlich Sie in diesen Wochen und Monaten die jeweils aktuelle Situation

 

und die in ihr geltenden Regeln und Empfehlungen wahrnehmen und umsetzen – und dies manchmal alle zwei Wochen neu.

 

Uns als Krisenstab beeindruckt dieses umsichtige und verantwortungsvolle Handeln in den Gemeinden sehr.

 

Gleichzeitig wissen wir, wie schwer es ist, auf für uns so wichtige Teile des kirchlichen Lebens, wie z. B. das gemeinsame Singen, zu verzichten.

 

Allem voran möchten wir Ihnen deshalb „Danke“ sagen.

 

Wir wissen uns durch dieses Miteinander in den kirchlichen Ebenen getragen und möchten dies mit unserem Handeln umgekehrt auch.

 

Nun sind wir durch die akute Situation noch einmal verstärkt gefordert, Maßnahmen zu ergreifen, um in den kommenden vier Wochen unsere direkten Kontakte auf das Nötigste zu reduzieren.

 

Das soll uns allen helfen, uns besser schützen zu können und vor allem die Ausbreitung des Virus und unkontrollierbare Zahlen von Erkrankungen zu verhindern.

 

Wir hoffen, bitten und beten darum, dass wir auch in diesem Handeln gestärkt werden und von Gottes Geist begleitet sein mögen.

 

Wir wünschen Ihnen und uns allen, dass in unserem Miteinander dieser Geist spürbar wird und in der Zeit der Krise Gott uns Kraft und Trost bleiben möge.

 

 

Folgende Informationen und Empfehlungen aus dem Krisenstab möchten wir Ihnen heute vorab geben:

 

Nach den Bund-Länder-Gesprächen und den dort beschlossenen verschärften Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie im November arbeiten die Länder an der Änderung ihrer Coronaverordnungen. Bisher wurden nur Eckpfeiler veröffentlicht.

 

Entsprechend hat der Krisenstab der EKHN heute seine Richtung für Empfehlungen für Gottesdienste und das kirchliche Leben verabredet.

 

Nach Veröffentlichung der Landesregelungen werden wir diese in die Grundsätze für das kirchliche Leben und gottesdienstliche Versammlungen einarbeiten.

 

Sollten Landesregelungen mit den hier beschriebenen Empfehlungen nicht in Einklang stehen, kann es auch zu einer Änderung unserer Empfehlungen kommen.

 

Die strengeren Regelungen treten ab Montag, dem 2. November in Kraft.

 

Für Gottesdienste bis Sonntag, den 1. November können daher die geltenden Regelungen in Kraft bleiben.

 

Auch Reformationsgottesdienste können nach den bisherigen Regelungen und unter Einhaltung der aktuellen Schutzmaßnahmen (u. a. Maskenpflicht am Platz) gefeiert werden.

 

Gemeinden, die den Gottesdienst nicht mehr in der Kirche feiern möchten, laden wir herzlich ein, an dem zentralen Gottesdienst der EKHN digital (18 Uhr) teilzunehmen.

 

https://www.ekhn.de/glaube/kirchenjahr/reformationstag/live-stream-des-festgottesdienstes-zum-reformationstag.html

 

******************

 

Grundlinie der Empfehlungen des Krisenstabs ist es, den direkten Kontakt vieler miteinander sehr deutlich zu beschränken

und so eine schnelle Verbreitung des Coronavirus einzudämmen.

 

Daher sollen alle Veranstaltungen, bei denen sich Gruppen und Kreise regelmäßig treffen, in den kommenden vier Wochen nicht stattfinden.

 

Dazu gehören auch Angebote für Kinder, Jugendliche und Senior*innen, die Arbeit mit Chören und Posaunenchören oder Bewegungsangebote sowie Gruppen und Kreise, die nicht der Gemeinde angehören, aber in den Gemeinderäumen stattfinden.

 

Auch Vermietungen für private Feierlichkeiten sollten unterbleiben.

 

Alle öffentlichen Veranstaltungen wie Konzerte, Vorträge etc. sollen nicht stattfinden. Sie können – wenn möglich – in digitaler Form angeboten werden.

 

Auch für Gremiensitzungen und Besprechungen empfehlen wir dringend, diese digital durchzuführen.

 

Die Konfirmandenarbeit gehört zur Bildungsaufgabe der Kirche.

 

Konfirmandenarbeit soll – wenn möglich – in digitaler Form stattfinden.

 

Er kann – entsprechend des Schulunterrichts – auch vor Ort stattfinden, wenn Schutzmaßnahmen und die Schutzkonzepte für und in den Räumlichkeiten sicher eingehalten werden.

 

Die Kirchenvorstände entscheiden vor Ort, wie und ob dies möglich ist.

 

Konfitage oder andere Formen der Konfirmand*innenarbeit, bei denen Bewegung und gemeinsame Aktionen geplant sind, sollen nicht stattfinden.

 

Freizeiten für alle Zielgruppen sollen bis einschließlich Januar nicht stattfinden.

 

Die Durchführung von Gottesdiensten in Kirchen und kirchlichen Räumen wird von den Landesregelungen ermöglicht.

 

Darin zeigt sich die Achtung des Rechts auf Religionsausübung der Glaubensgemeinschaft.

 

Gottesdienste können und sollen auch nach Maßgabe des Krisenstabs weiter stattfinden.

 

Dafür gelten weiter die Regeln der Schutzkonzepte.

 

Neben dem Einhalten des Abstands von 1,5 Metern muss der Mund-Nasen-Schutz auch am Platz getragen werden.

 

Wir empfehlen dringend, auf jede Form des Gemeindegesangs zu verzichten.

 

Wir empfehlen, auch digitale Formate wieder verstärkt einzusetzen.

 

Gleichzeitig ist eine regionale Abstimmung auf Dekanatsebene sinnvoll.

 

Schließlich sollen und können Kirchen zum persönlichen Gebet weiter geöffnet bleiben.

 

Für die Seelsorge empfehlen wir, zu Gesprächen in Gemeindehäusern oder Räumen mit ausreichender Größe einzuladen.

 

Schutzmaßnahmen, die über die allgemeinen Regelungen hinausgehen (z. B. das Tragen des Mund-Nasen-Schutzes während des Gesprächs oder die zeitliche Begrenzung)

 

können zu Beginn des Gesprächs verabredet werden.

 

Update: 11.11.2020

 

 

I. Update Corona-Verordnungen

 

II. Weihnachtsgottesdienste: Gottesdienste & Krippenspiele

 

III. Digitales Anmeldetool für Gottesdienste

 

 

 

 

 

I. Update Corona-Verordnungen

 

Auch während des Teillockdowns im November wurden die Coronaverordnungen der Länder weiter verändert.

 

Folgende Änderungen des Landes Hessen betreffen das kirchliche Leben:

 

 

 

- Musikschulen dürfen seit Montag, dem 9. November, wieder öffnen. Damit ist auch Musikunterricht im kirchlichen Bereich wieder möglich.

 

- Behörden der Landkreise und kreisfreien Städte sind (nur) in begründeten Ausnahmefällen (besondere Gefahrenlage) befugt, auch über die Coronaverordnung hinausgehende Maßnahmen anzuordnen.

 

Es gelten daher grundsätzlich wieder die Länderverordnungen. Im Zweifelsfall sollte aber nach wie vor mit den Behörden vor Ort Rücksprache gehalten werden.

 

Auch in Rheinland-Pfalz wurde die 12. Coronabekämpfungsverordnung  geändert. Der kirchliche Bereich ist durch die Änderungsverordnung vom 6. November jedoch nicht betroffen.

 

 

 

 

 

II. Weihnachtsgottesdienste: Gottesdienste & Krippenspiele

 

Der Krisenstab geht davon aus, dass auch für die Weihnachtsgottesdienste Beschränkungen und Schutzmaßnahmen gelten.

 

Wir möchten Sie bei der Planung möglichst gut unterstützen:

 

 

 

Das Zentrum Verkündigung hat Gottesdienstentwürfe unter den geltenden Bedingungen erarbeitet. www.zentrum-verkuendigung.de

 

 

 

Krippenspiele und Krippenspielproben sind möglich. Sie sind Teil der Gottesdienstgestaltung. Die Proben können daher auch im Gemeindehaus stattfinden.

 

Es gelten dafür die allgemeinen Abstands- und Hygieneregeln.

 

Wir empfehlen, den Kreis der Teilnehmenden klein zu halten und die Dauer und das Format des Krippenspieles so zu wählen, dass dieses auch unter Beschränkungen für das gottesdienstliche Leben durchführbar ist.

 

 

 

Das Zentrum Verkündigung hat Formate entwickelt, um Krippenspiele mit wenigen Personen, draußen oder digital aufzuführen.

 

Derzeit findet im Zentrum Verkündigung wöchentlich (donnerstags zwischen 17 und 18 Uhr) eine online-Krippenspielsprechstunde per Zoom statt https://zoom.us/j/97922852184?pwd=MEF0aithclUwZjEzR0g4WjRWT0drdz09

 

Ebenfalls werden noch Online-Fortbildungen zum Thema „digitale Gottesdienste gestalten“ angeboten; eine Anmeldung ist unter folgendem Link möglich:

 

https://www.zentrum-verkuendigung.de/veranstaltungen/aus-und-fortbildungen/veranstaltung/detail/digitale-gottesdienste-gestalten-online-seminar-in-vier-modulen-1-1/

 

 

 

 

 

III. Digitales Anmeldetool für Gottesdienste

 

Um Gemeinden die Planung für ihre Gottesdienste zu erleichtern und Platzreservierungen möglich zu machen,

 

bietet die EKHN zwei Reservierungsprogramme an, mit denen die Teilnahme an Gottesdiensten digital verwaltet werden kann.

 

 

 

1. Gottesdienst-Anmeldungen mit dem kostenfreien EKHN-Portal inkl. C-Kalender

 

Gemeinden und Einrichtungen der EKHN, die das EKHN-Portal bereits nutzen, können mit dem Buchungsmodul des integrierten C-Kalenders Buchungen für Gottesdienste/Veranstaltungen für die eigene Website anbieten,

 

es entstehen keine zusätzlichen Kosten.

 

2. Das Buchungsportal CHURCH EVENTS

 

Mit dem kostenpflichtigen System Church Events können Gemeinden eine individuelle, maximale Teilnehmeranzahl pro Gottesdienst oder Veranstaltung festlegen und so Vertrauen bezüglich Platzverfügbarkeit und bestmöglicher Sicherheit unter Corona-Bedingungen schaffen. Die EKHN übernimmt vorerst die Grundgebühren für die Monate November 2020 bis Januar 2021 für die Gemeinden, die sich umgehend anmelden. Die Anmeldung erfolgt über die hier verlinkte Seite: Hier geht's zur Registrierung

 

 

 

Weitere Informationen zu beiden Reservierungsprogrammen finden Sie hier: Mehr Informationen zu beiden Systemen

 

Bereits an diesem Donnerstag, 12. November, um 18 Uhr gibt es zum BUCHUNGSPORTAL „CHURCH EVENTS“ ein Online-Seminar, bei dem die wesentlichen Funktionen vorgestellt und Fragen beantwortet werden. Informationen und die Zugangsdaten gibt es hier: https://unsere.ekhn.de/themen/digitale-kirche/anmeldetool-zu-gottesdiensten/support-und-hilfe.html

 

 

 

 

 

Die Empfehlungen zum Heizen der Kirchen haben wir aufgrund Ihrer Nachfragen ergänzt.

 

Die Grundsätze zum Schutz der Gesundheit in gottesdienstlichen Versammlungen haben sich nicht verändert. Wir schicken die Grundsätze vom letzten Mal in dieser Mail noch einmal unverändert mit.

 

 

 

Zum Download finden Sie unterhalb dieses Textex:

 

 

 

-        Grundsätze für das kirchliche Leben zum Schutz der Gesundheit in Versammlungen und Veranstaltungen von Kirchengemeinden, Dekanaten und Einrichtungen sowie Rahmenbedingungen für ein Infektionsschutz-Konzept vor Ort in der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau, Stand: 10.11.2020

 

-        Grundsätze zum Schutz der Gesundheit in gottesdienstlichen Versammlungen und Rahmenbedingungen für ein Infektionsschutz-Konzept vor Ort in der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau, Stand: 03.11.2020

 

-        Empfehlungen für den Umgang mit Kirchenheizungen der EKHN, Stand: 10. 11.2020

 

-        Orientierung und Hinweise zur kirchenmusikalischen Arbeit unter Schutzbedingungen, Stand: 10.11.2020

 

 

 

Alle Informationen sind auch auf der Homepage der EKHN unter https://unsere.ekhn.de/themen/infos-corona-pandemie.html abrufbar. Unter corona@ekhn.de können Sie weiter Fragen stellen oder Anregungen geben.

Download
2020_11_03 Grundsätze für gottesdienstli
Adobe Acrobat Dokument 487.5 KB

Download
2020_11_10 Corona_Kirchenheizungen.pdf
Adobe Acrobat Dokument 599.5 KB
Download
2020_11_10 Grundsätze für das kirchlic
Adobe Acrobat Dokument 538.4 KB


Unser Gebiet zwischen Ulrichstein und Langenbergheim, zwischen Hitzkirchen und Echzell ist seit weit über tausend Jahren verbunden mit Christentum und Kirche. Tiefenhistorische Wurzeln werden sichtbar, beispielsweise auf dem Bonifatiusweg zwischen Mainz und Fulda, der über eine gute Strecke unser Gebiet durchquert. Christlich definierte Bodendenkmäler, Kirchen und Klöster, einige davon sind mit außerordentlichen Kunstwerken ausgestattet, legen ebenso beredtes Zeugnis ab von einer reichen Kirchengeschichte in unserer Region.

 

Die Archive der Kirchengemeinden bergen und bieten wertvolle Quellen nicht nur zum Leben und Werden der speziellen Gemeinden, sondern auch zu allgemein bedeutsamen kultur- und sozialgeschichtlichen Betrachtungen.

 

Unser kirchliches Leben heute ist geprägt von tradierter volkskirchlicher Frömmigkeit und dem intensiven Bemühen vieler Ehrenamtlicher und Hauptamtlicher, das Evangelium in alle Alters- und Interessengruppen zu vermitteln. In einzelnen Gemeinden haben sich unterschiedliche Schwerpunkte herausgebildet: Arbeit mit Kindern, Jugendlichen, Frauen und Männern, Friedens- und Bildungsarbeit, Kirchenmusik, Kurseelsorge, Notfallseelsorge, Schulsozialarbeit, erweiterte, neu verstandene Gottesdienstformen und vieles mehr.

 

Die Diakonie hat ein umfassendes Hilfekonzept für psychisch Behinderte in der gesamten kirchlichen Region umgesetzt.

 

So gibt es viele lebendige und pragmatische Ansätze und Projekte um die Botschaft der Bibel und die daraus resultierenden Impulse innerhalb der verschiedenen Altersgruppen anzubieten und zu verankern.

Aufbau und Profil der Landeskirche 

Foto: ekhn
Foto: ekhn

Unterschiedliche Regionen, Lebensstile und Glaubenstraditionen finden in der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) zusammen. Zu ihr gehören das Rhein-Main-Gebiet mit seiner quirligen und internationalen Urbanität sowie Teile der umliegenden eher ländlichen Mittelgebirge mit ihren traditionsreichen Städten und dörflichen Lebensgewohnheiten. Die EKHN hat lutherische und reformierte, liberale und pietistische Traditionen. Diese geistliche und gesellschaftliche Vielfalt gibt der EKHN ihr besonderes Profil.

 

Die EKHN ist eine von 20 evangelischen Landeskirchen in Deutschland. Auf dem Gebiet der EKHN leben mehr als 1,7 Millionen evangelische Kirchenmitglieder. Mit Gottesdiensten, Jugendgruppen, Gospelchören und vielem mehr bieten 1.170 evangelische Kirchengemeinden den Mitgliedern eine Heimat.


Die Kirche bewahrt den Glauben an Gott und die Hoffnung auf ein befreites Leben. In zahlreichen Aktivitäten greift sie gesellschaftliche Themen der Zeit auf. Sie ist offen für Menschen, die an der Gemeinschaft teilhaben wollen oder auf die Nähe und Unterstützung der Kirche angewiesen sind.

 

An der Spitze der EKHN steht die Kirchenleitung. Sie vertritt und leitet die Kirche im Auftrag der Kirchensynode und führt deren Beschlüsse aus. Anders als in anderen Kirchen gibt es in der EKHN keinen Bischof mit weitreichenden Vollmachten, der leitende Geistliche der EKHN ist der Kirchenpräsident. Der Kirchenleitung gehören neben dem Kirchenpräsidenten mehrere Mitglieder an, Ordinierte (=Pfarrerinnen und Pfarrer) und nicht-ordinierte Gemeindemitglieder. Die Kirchenverwaltung arbeitet im Auftrag der Kirchenleitung.

 

In der EKHN entscheiden grundsätzlich Gremien mit Mitgliedern, die auf Zeit gewählt sind. Einer der Grundgedanken der EKHN-Ordnung stammt aus der Zeit der Bekennenden Kirche: Ein Gremium mit mehreren Mitgliedern wird sich nicht so leicht falschen Autoritäten unterordnen, wie es seinerzeit vielen Bischöfen unter den Nationalsozialisten widerfahren war.

 

Das kirchliche Leben einer evangelischen Christin oder eines Christen bestimmt jedoch vorwiegend die Kirche vor Ort. Sie ist offen für Menschen, die neu dazukommen und bietet vielfältige Anknüpfungspunkte. In größeren Städten gibt es mehrere evangelische Kirchengemeinden, von denen jede eigene Schwerpunkte setzt.

 

Leitungsämter werden auf allen Ebenen durch Wahlen besetzt.

  • Die lokale Ebene (Kirchengemeinden):
    Die Gemeinden bildet als erste Ebene die Basis, von der aus sich die Landeskirche aufbaut. Wichtige Entscheidungen treffen hier der Kirchenvorstand, die die Gemeinde leitet. Im Kirchenvorstand haben die Pfarrerin oder der Pfarrer eine Stimme. Vorsitzende oder Vorsitzender soll ein Gemeindemitglied sein
  • Die mittlere Ebene (Dekanate):
    Als zweite Ebene folgen die Dekanate. Die Dekanatssynode, Dekanatssynodalvorstand und der Dekan oder die Dekanin leiten die Kirche in der Region und vertreten die Kirchenleitung vor Ort. Die Mitglieder der Dekanatssynode werden von den Kirchenvorständen der Gemeinden gewählt.
  • Die gesamtkirchliche Ebene:
    Die oberste Ebene bilden die gesamtkirchlichen Organe. Wesentliche Entscheidungen treffen die EKHN-Synode, die Kirchenleitung und der Kirchenpräsident und das Kirchliche Verfassungs- und Verwaltungsgericht. Gesamtkirchliche Zentren und weitere Einrichtungen bieten Unterstützung für die gesamte Kirche.