Dekaneamt derzeit vakant

Stv. Dekan Wolfgang Keller leitet die Geschäfte

Foto: Gert Holle
Foto: Gert Holle

Das  Evangelische Dekanat Büdinger Land mit seinen 77 Kirchengemeinden und insgesamt 57.000 evangelischen Gemeindegliedern besteht offiziell seit dem 1. Januar 2016. In der konstituierenden Sitzung der Dekanatssynode am 13. Februar 2016 wurde Sabine Bertram-Schäfer für sechs Jahre zur  Dekanin gewählt. Ihre Aufgaben: Von der Förderung geistlichen Lebens bis zur Fortsetzung ökumenischer Zusammenarbeit, von der Pflege der kirchlichen Partnerschaften bis zu einem Predigtauftrag an der Schottener Liebfrauenkirche. Am 1. Mai 2016 trat sie offiziell ihr Amt an. Seit 1. Januar bekleidet sie das Amt der Pröpstin der Propstei Nord-Nassau. Das Bewerbungsverfahren um die Stelle des Dekanas / der Dekanin läuft derzeit. Wenn alles nach plan geht, wird ab September ein neuer Dekan / eine neue Dekanin die Tätigkeit im Dekanat Büdinger Land aufnehmen. Bis dahin wird der stellvertretende Dekan Wolfgang Keller die Geschäfte zusammen mit dem Dekanatssynodalvorstand führen.

 

Wolfgang Keller, stv. Dekan

Auf der konstituierenden Dekanatssynode am 13. Februar 2016 wurde Wolfgang Keller zum stellvertretenden Dekan gewählt.

Fakten zu Wolfgang Keller

  • Geburtstag: 08.08.1956
  • Theologiestudium in Marburg
  • Examensarbeit über Albert Schweitzer
  • Pfarrvikariat in Wetterfeld und Rödges
  • Spezialvikariat im Jugendgefängnis in Rockenberg
  • Ordination: 5.05.1985
  • Erste Pfarrstelle in Rudingshain (mit Götzen, Betzenrod) (seit 1985)
  • 1990 zum Vorsitzenden der Zweckverbandsversammlung der Diakoniestation gewählt
  • Dekan im Dekanat Schotten (1992 - 31.12.2015)
  • Kommissar. Dekan im Dekanat Nidda (1.01.2012 - 31.12.2015)
  • Geschäftsführender Dekan im Evangelischen Dekanat Büdinger Land (1.01.2016 - 30.04.2016 / kommissar. zuständig für die Regionen Schotten und Nidda)
  • stv. Dekan im Evangelischen Dekanat Büdinger Land (seit 1.05.2016)
  • Verheiratet
  • 2 erwachsene Töchter
  • Sammelt Biographien von deutschen Politikern
  • Hundeliebhaber
  • Feierte im Mai 2010 sein 25-jähriges Ordinationsjubiläum

 

Wolfgang Keller will auch künftig die Kirche im ländlichen Raum stark halten

Ein sehr guter Religionsunterricht in der gymnasialen Oberstufe weckte Kellers Interesse an wissenschaftlicher Theologie und führte zu seiner Berufsentscheidung. Doch schon während seines Studiums in Marburg zog es ihn weit eher zu sozialethischen Fragen hin. Professoren wie von Oppen und Pfürtner mit ihrer diakonisch-pragmatischen Orientierung prägten ihn. Seine Examensarbeit schrieb er über Albert Schweitzer. Das Spezialvikariat machte Keller im Jugendgefängnis in Rockenberg. Ein Praxisschock? „Nicht nach dem Grundwehrdienst in der Bundeswehr. Da lernt man Standfestigkeit“ meint Keller in der Rückschau. Gut begleitet fühlte er sich dann im Pfarrvikariat in Wetterfeld und Rödges: „Die erste Beerdigung, Taufe, Trauung, das erste seelsorgerliche Gespräch, das waren beeindruckende Aufgaben für mich!“

 

Sein erstes selbstständiges Amt war 1985 die Übernahme der neu zusammengefassten Gemeinden Betzenrod, Götzen und Rudingshain als Gemeindepfarrer. Schon 1990 wurde er zum Vorsitzenden der Zweckverbandsversammlung der Diakoniestation gewählt. Damit kam eine große, verwaltungstechnisch nicht immer einfache Aufgabe auf ihn zu, mit er bis heute stark identifiziert ist: „Der Dienst an kranken und alten Menschen braucht eine verlässliche Struktur“. So ist Keller froh, dass mit der Fusion der Stationen Schotten und Grebenhain eine stabile Größen- und Verwaltungsstruktur erreicht wurde. Schon 1992 wurde Wolfgang Keller an die Spitze des Dekanats Schotten gewählt. Mit der geänderten Pfarrstellenbemessung kam eine neue große Aufgabe auf Dekan und Dekanatssynodalvorstand zu. Das Dekanat Schotten verlor fast ein Drittel seiner Pfarrstellen, Neustrukturierungen standen an. „Aber“ so Keller, „ich habe in den vielen nötigen Gesprächen die Kirchenvorstände als sachlich und loyal erlebt. Das war eine große Hilfe!“ Auch dass man mit der Dekanats-AG Büdingen, Nidda und Schotten eine Übergangsform fand, die die aktuellen Bedürfnisse des ländlichen Raumes traf, sei eine gute Sache gewesen. Offen sei die zukünftige Entwicklung. „Die nachlassende volkskirchliche Bindung selbst hier in der überschaubaren Welt des Vogelsbergs macht mir Sorgen. Die Kirche wird nach wie vor gebraucht. Angesichts der Verödung des ländlichen Raums muss die Kirche weiter da sein und die Menschen begleiten.“  (Quelle: Kreis-Anzeiger 25.08.2010)


Stv. Dekan Wolfgang Keller haben seinen Amtssitz im Haus der Kirche und Diakonie in der Bahnhofstraße 26, 63667 Nidda. Er ist über die Zentrale 06043-8026-0 telefonisch erreichbar.