Beratungszentrum Vogelsberg erneuert den Bund mit seinen ehrenamtlichen Mitarbeitern

Das Ehrenamt als Stütze der Gesellschaft

16.09.2016

 

 

(ALSFELD/LAUTERBACH/pm) -  Dank und aufrichtige Worte tauschten Absender und Empfänger: Die Mitarbeiter des Beratungszentrums Vogelsbergkreis trafen sich jüngst zu einem gemeinsamen Abend – die fest angestellten sowie ehrenamtliche Engagierten des Teams um die (vormalige) Jugend- und Drogenberatung – Suchhilfe im Vogelsbergkreises.  

 

Viele gemeinnützige Organisationen können nicht mehr auf die Unterstützung durch Ehrenamtliche verzichten – so auch das „Beratungszentrum Vogelsberg“, in dem die ehrenamtlichen Mitarbeiter bereits seit 16 Jahren einen wichtigen Teil an der Suchtberatung beitragen.

 

Durch Informations- und Motivationsgruppen bildet die ehrenamtliche Arbeit eine konstante Anlaufstelle für Menschen, die auf der Suche nach Hilfe und einem Weg aus ihrer Sucht sind.

 

Die ehrenamtlichen Helfer sind ihnen dabei gute Vorbilder, da sie Betroffenen aufgrund ihrer eigenen Geschichte eine realitätsnahe Beratung zukommen lassen können – und das nicht nur mit reinem Informationsgehalt, sondern mit Herz und Einfühlungsvermögen. Die freiwilligen Mitarbeiter werden für Betroffene  oft zu Hoffnungsträgern und wecken damit neue Freude am Leben und einer zufriedenen Abstinenz.

 

Matthias Gold,  Leiter der Einrichtung, betonte den Stellenwert des ehrenamtlichen Engagements, besonders vor dem Hintergrund  knapper finanziellen Ressourcen. Dadurch sei ein breites und einfühlendes Angebot für Betroffene und ihre Familien im Vogelsbergkreis überhaupt noch möglich.

 

Für Ursula Nahrgang und Peter Hoffmann, zwei der ehrenamtlichen Vertreter, sei die Arbeit ein Teil der eigenen Prävention nicht selbst in alte Verhaltensweisen zurück zu fallen. Es sei ihnen eine besondere Freude ihre Erfahrungen und ihr Wissen an Hilfesuchende weiterzugeben. Sie gaben allerdings auch zu bedenken, dass ehrenamtliche Hilfe nur die professionellen Beratungsangebote unterstützen und entlasten könne.

 

Daher sei eine gemeinsame Arbeit für Suchtkranke und deren Angehörige ein wichtiges und notwendiges Angebot, welches nicht zu kurz kommen darf, darüber waren sich alle Beteiligten dieses Abends einig. Daher soll dem fachlichen Austausch bei weiteren Treffen Raum gegeben werden, um die Zusammenarbeit zwischen ehrenamtlich und hauptberuflich Tätigen möglichst effektiv zu gestalten.