Nidda: Feierliche Einführung

Bereit für die Herausforderung

Foto: Gert Holle
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16.05.2016

 

Quelle: Kreis-Anzeiger 16.05.2016

(http://www.kreis-anzeiger.de/lokales/wetteraukreis/nidda/bereit-fuer-die-herausforderung_16903543.htm)

 

 

 

 

 

Foto: Gert Holle
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(NIDDA/em) -  Festlicher Pfingstgottesdienst mit Einführung der Dekanin des neu formierten evangelischen Dekanates Büdinger Land, ihres Stellvertreters, des Dekanatssynodalvorstandes (DSV) wie auch der Niddaer Dekanatskantorin – da waren Schiff und Emporen der Stadtkirche restlos besetzt. Auch musikalische Zusammenarbeit im neuen Großdekanat zeigte sich: An der Orgel wechselten sich Dekanatskantorin Katrin Anja Krauße (Nidda) und ihr Schottener Kollege Kiwon Lee ab. Die Büdinger Dekanatskantorin Barbara Müller dirigierte die beiden Regionalkantoreien Büdingen und Schotten bei Felix Mendelssohn-Bartholdys Doppelchöriger Liturgie.

 

Foto: Gert Holle
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Feierlich war der Einzug der Gewählten, an ihrer Spitze der Propst von Oberhessen, Matthias Schmidt. Ulrike Humbroich, stellvertretende Vorsitzende des Kirchenvorstandes Nidda, hieß die Gäste aus Leitungsämtern, evangelischen und katholischen Kirchengemeinden, Mitarbeitervertretung und Kommunalpolitik willkommen.

Foto: Gert Holle
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Die Pfarrer Thomas Philipp und Klaus Willms führten im Wechsel mit dem Chor durch die Liturgie, die Lesungen trugen Dorothee Brettschneider, Christine Pietschmann und Bernd Sinner vor.

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Propst Schmidt wählte bei der Entpflichtung Wolfgang Kellers von seinen Ämtern als Dekan von Schotten und kommissarisch auch von Nidda das Bild von „Gottes langem Atem“. Geduldiges Zielbewusstsein habe auch Keller in der Begleitung der Kirchengemeinden, bei der Kommunikation des Evangeliums und schließlich bei der Vorbereitung der Dekanatsfusion gezeigt. Mit Gebet, Handauflegung und Zuspruch der Assistenten Pfarrer Frank Eckhardt und Dekan Jürgen Sauer (Alsfeld) führte der Propst Wolfgang Keller in sein neues Amt als stellvertretenden Dekan ein.

 

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Das neutestamentliche Bild des Heiligen Geistes Paraklet als Rufer, Tröster und Ermutiger wählte Schmidt als nächstes. 

Foto: Gert Holle
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Er führte Sabine Bertram-Schäfers als Dekanin des Dekanates Büdinger Land ein und wünschte ihr diesen begleitenden Paraklet, verbunden mit Räumen der Ruhe und Regeneration. 2005 war sie zur Büdinger Dekanin gewählt und 2011 nochmals in diesem Amt bestätigt worden. Immer habe sie dem kirchlichen Dienst speziell auf die Region bezogen ausgeübt. Sabine Bertram-Schäfer wurde nach der EKHN-Ordnung unter Assistenz von Anny Rahn-Walaschewski und Dietmar Patt (beide DSV) zu ihrem Dienst gesegnet.

Foto: Gert Holle
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Bertram-Schäfer dankte den ausscheidenden Synodalen für ihren oft Jahrzehnte dauernden Dienst und wünschte den Neugewählten Freude und Kraft. Sie bekannte: „50 Pfarrerinnen und Pfarrer, 25 Mitarbeitende, Hunderte von Ehrenamtlichen zu begleiten – ja, diese Herausforderung möchte ich annehmen.“ Gottes Geist weise die Richtung, lasse Furcht überwinden. Im Geist der Liebe könne die Zusammenarbeit, der Dialog mit anderen Konfessionen, das Eintreten gegen Ausgrenzung getan werden.

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Download: Predigt von Dekanin Sabine Bertram-Schäfer
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Mit Dankesworten und einem „Oberhessischen Segen“ verabschiedete Wolfgang Keller die ausscheidenden Dekanatssynodalvorstände.

 

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Dekanin Bertram-Schäfer führte die Neugewählten in ihr Amt ein und sprach ihnen Segensworte zu. Dann wandte sie sich an eine „Mitarbeiterin, die durch und durch von Musik erfüllt ist“: an Katrin Anja Krauße. 

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Sie sicherte der Dekanatskantorin die Unterstützung des DSV zu und segnete sie zu ihren Dienst ein. Assistenten waren Landeskirchenmusikdirektorin Christa Kirschbaum und der DSV-Vorsitzende Rolf Hartmann. Mit Abendmahl und Segen schloss der Gottesdienst, die Kollekte fließt in eine Gemeinschaftsaufgabe: die Kirchenmusik im Dekanat Büdinger Land.

Foto: Gert Holle
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Hintergrund

  • Feste soll man feiern, wie sie fallen. Dennoch kann die kreative Gestaltung, die gelöste Atmosphäre bei Einführungsgottesdienst und Empfang nicht darüber hinwegtäuschen, dass noch viel Arbeit vor den Gremien des neuen Dekanates Büdinger Land liegt. Die Verwaltung im „Haus der Kirche“ in Nidda ist räumlich beengt, über eine bauliche Lösung haben die Verantwortlichen in Darmstadt noch nicht entschieden. Erfreulicherweise konnte erreicht werden, dass Kantoren, Gemeindepädagogen, Jugendreferenten in Büdingen, Nidda und Schotten an ihren bisherigen Dienstorten weiter dezentral arbeiten. Kurz und bündig formulierte der Vorsitzende des Dekanatssynodalvorstandes, Rolf Hartmann, ein Motto, das auch im Dekanat Büdinger Land Ziel sein soll: „Kirche muss bei den Menschen bleiben.“ (Elfriede Maresch)

„Fantasie statt Routine“

EMPFANG:  Fröhliches Miteinander nach Amtseinführung von Dekanin Sabine Bertram-Schäfer / „Kirche im Geist von Pfingsten“

 

Quelle: Kreis-Anzeiger 17.05.2016

(http://www.kreis-anzeiger.de/lokales/wetteraukreis/nidda/fantasie-statt-routine_16904683.htm)

 

(NIDDA/em) - Familiäre, gelöste Stimmung im Johannes Pistorius-Haus: Viele kamen nach dem Festgottesdienst anlässlich der Amtseinführung von Sabine Bertram-Schäfer als Dekanin des Dekanats Büdinger Land zum Empfang.

 

 

Foto: Gert Holle
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Der Vorsitzende des Dekanatssynodalvorstandes (DSV) Rolf Hartman begrüßte wie gewohnt mit trockenem oberhessischem Humor. Ortenbergs Bürgermeisterin Ulrike Pfeiffer-Pantring, stellvertretend auch für Bürgermeister Hans-Peter Seum und den Vorsitzenden des Vereins Oberhessen, Carsten Krätschmer, sprach allen Gewählten Dank und Wertschätzung für ihre Bereitschaft zum Engagement aus. Dankesworte gingen an Dekanin Bertram-Schäfer als stellvertretende Vorsitzende und Impulsgeberin im Leader-Ausschuss.

 

 

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Der Niddaer Kirchenchor unter Leitung von Katrin Anja Krauße sang „Die beste Zeit im Jahr“. Da fügten sich die Glückwünsche von Kirchenmusikdirektorin Christa Kirschbaum und Propsteikantorin Marina Sagorski an Anja Krauße passend an: „Wie gut, dass sich in der Propsteikantorenversammlung nichts geändert hat – du sitzt immer noch auf demselben Stuhl.“ Krauße hatte vorher eine Kantorenstelle in Homberg/Ohm, ebenfalls zur Propstei gehörend. Die enge, gute Kooperation und Kraußes vielseitiges musikalisches Talent wurden angesprochen.

 

Pfarrer Thomas Philipp ergänzte heiter die schöne Aufzählung der Geistesgaben im Paulusbrief an die Galater um zwei weitere, die er den neu Eingeführten wünschte: „Gemeinschaftsfähigkeit statt Einzelkämpfertum, so wie sich in einem guten Chor viele Stimmen zu einem Klangkörper finden.“ Und weiter: „Fantasie statt Eintönigkeit und Routine – bitten wir, dass Pfingsten mit seinen Gaben nicht nur einmal im Jahr ist.“

 

Aus Thomas Rieglers „Originellen Choralvorspielen“ hatte Krauße während des Festgottesdienstes vorgetragen. Darin erinnerte Dekanatskantorin Barbara Müller, war aber in Rieglers Werk noch weiter fündig geworden. Sie las einen selbstironischen Text über die Klippen, um die ein Dekanatskantor steuern muss: Den einen spielt er zu laut, den andern zu leise, für die Senioren nicht erbaulich, für die Konfirmanden nicht fetzig genug. Müller freute sich, dass Dekanin Bertram-Schäfer weiterhin in der Kantorei Büdingen aktiv ist, wenn keine anderen Amtspflichten anstehen. Später sang der Kirchenchor „Mein Herz, o Gott, ist Dir geweiht“, ließ ein so mitreißendes „Jubilate“ folgen, dass die Zuhörer mit den Fingern den Rhythmus schnalzten, und schloss mit „Alle Dinge dieser Welt“. Später gab es Geschenke des Kirchenchores an Krauße. Pfarrerin Hanne Allmansberger übergab einen Pflanzengutschein für den Garten. „Wir sind froh, dass du da bist“, meinte Renate Schaumburg und verriet, was ihr Mann oft scherzhaft vor der Chorprobe sage: „Ich weiß nicht, ob ich diese Fröhlichkeit aushalte.“ Axel Kaiser (Freundeskreis Kirchenmusik) dankte für die gute Weiterführung der Reihe „Nidda in Concert“. Die guten Wünsche der Mitarbeitervertretung für „eine Kirche im Geist von Pfingsten“ überbrachte Renate Nagel-Kroll. Den Heiligen Geist sichtbar machen – Gemeindepädagoginnen und Verwaltungskräften hatten einen großen Zweig wie ein Mobile mit kleinen Taubenfiguren behängt und übergaben ihn dem DSV-Vorsitzenden Rolf Hartmann.

  

Dekanin Bertram-Schäfer schloss mit persönlichen Dankesworten an ihre Mutter und ihre Familie und an Wolfgang Keller für die „geschwisterliche Zusammenarbeit“. Ebenso nannte sie die Verwaltungskräfte Andrea Seum, Bettina Schlegel, Julia Molenaar-Faust und Ingrid Wohlgefahrt-Hruschka: „Auf sie ist immer Verlass.“


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