Fairer Handel schafft Perspektiven!

Der Weltladen Nidda lädt zum HappyAdvent ein

 

(Nidda/gho) - Vom 15. bis 29. September fand deutschlandweit zum 16. Mal die Faire Woche statt. Weltläden, Aktionsgruppen, Unternehmen, Supermärkte, gastronomische Betriebe und andere hatten eingeladen, bei rund 2.500 Veranstaltungen den Fairen Handel kennen zu lernen. Der Weltladen Nidda hatte bereits vorab am Freitag, den 25. August, und dann am 22. September in der Zeit von 15 – 18 Uhr mit der Aktion „Happy Fairday“ auf das diesjährige Motto aufmerksam gemacht: „Fairer Handel schafft Perspektiven“. Kunden des Weltladens im Haus der Kirche und Diakonie in der Bahnhofstraße 26 konnten zunächst die „Mango-Queen“ genießen  - ein fruchtiger Cocktail aus fair gehandelten Zutaten. Vier Wochen später erwartete sie ein traumhafter Schokoladenkuchen.

„Wir wollen in lockerer Atmosphäre und bei einem leckeren Getränk mit unseren Kunden über ein Thema ins Gespräch kommen, dass uns sehr am Herzen liegt“, sagt Renate Guist vom Weltladenteam: „Die Globalisierung der Welt schreitet immer weiter voran, der globale Handel und der globale Reichtum nehmen zu. Zwar wurde die Anzahl der Menschen, die in extremer Armut leben, halbiert - dennoch ist die Beseitigung von Hunger weiterhin eine große Herausforderung.“ Viele Menschen hätten kaum Möglichkeiten, ihre Situation aus eigener Kraft zu verbessern und seien von Armut und Hunger bedroht. Gleichzeitig würden die Umweltbelastungen und -zerstörungen mit der wachsenden Nachfrage nach Konsumgütern steigen. Die Länder des Globalen Südens seien dabei vor allem Rohstofflieferant für den Globalen Norden. „Hunger, fehlende Gesundheitsversorgung und Bildungsangebote sowie menschenunwürdige Arbeitsbedingungen betreffen unvorstellbar viele Menschen - auch und gerade solche, die für unseren überwiegend nicht nachhaltigen Konsum arbeiten“, führt Teamkollegin Katrin Gerloff aus. Weil viele Menschen für sich und ihre Kinder keine Perspektive in ihrer Heimat sehen, seien sie gezwungen, in andere Regionen ihres Heimatlandes oder der Welt zu fliehen und ein besseres Auskommen zu finden. „Mit dem Verkauf fair gehandelter Produkte wollen wir einen Beitrag dazu leisten, dass in den Produktionsländern die Arbeiterinnen und Arbeiter auch angemessen bezahlt werden. So haben sie die Chance, Schulgebühren für ihre Kinder zu zahlen und medizinische Dienste in Anspruch nehmen“, ergänzt Gretel Ickes aus Ranstadt.

 

Fairer Handel schafft Perspektiven für die Produzenten durch die Berücksichtigung von sozialen, ökologischen und wirtschaftlichen Aspekten. Auch die deutschen Verbraucher tragen ihren Teil dazu bei: 2016 gaben die Deutschen 1,3 Milliarden Euro für fair gehandelte Produkte aus – rund doppelt so viel wie 2012. Dabei hält Kaffee mit 36 % am Gesamtumsatz die Spitzenposition. Dennoch: Trotz Wachstum sind nur vier von 100 Tassen Kaffee in Deutschland fair gehandelt.

Mit der Aktion „Happy Fairday“ will das Weltladenteam, zu dem neben Renate Guist, Katrin Gerloff und Gretel Ickes auch Heidrun Philipp gehört den Kunden etwas Besonderes bieten. „Wir haben ein breites Sortiment an Produkten, die aus Ländern des globalen Südens kommen. Mit unseren Kreationen möchten wir den Verbrauchern zeigen, was sie alles mit den fair gehandelten Zutaten, die bei uns erhältlich sind, machen können." Nach der Mango-Queen zum Start präsentierte der Weltladen Ende September einen schokoladigen Kuchen. Im Oktober folgte passend zum Reformationsjubiläum ‚Luthers leckere Kürbissuppe‘ und im November lockten ‚Heisser Schnee und Keksen‘.“

An jedem Dienstag im Dezember heißt es nun "Happy Advent" im Weltladen: Glühwein, Punsch, Plätzchen und Kerzenschein laden zum Verweilen ein. Einfach mal raus aus dem Alltag und ein paar stille, besinnliche Minuten im Weltladen verbringen.Außerdem lohnt ein Besuch im Weltladen Nidda auch noch in anderer Hinsicht: Wer ein Mitbringsel sucht - ob eine Geschenk-Box mit Schokoladenprodukten, Korbwaren oder auch nur eine Flasche Wein, wird mit Sicherheit zu den Öffnungszeiten dienstags und freitags zwischen 15 und 18 Uhr oder im Dezember am 2. und 3. Samstag von 10 – 12 Uhr fündig. Und die neu eingerichteten Schmöker-Ecke bietet bei einer Tasse Tee oder Kaffee Wissenswertes über fair gehandelte Waren.