Podiumsgespräch zur Wohnraumsituation in der Wetterau am 25. August 2021 – online um 19 Uhr

Wohnen als Menschenrecht: Bezahlbarer Wohnraum für alle – aber wie?

(Nidda/Friedberg/ Region/gho) - Wenn die Kinder aus dem Haus sind und vielleicht auch noch der*­die Partner*in stirbt, wird es in einer großen Immobilie ganz schnell einsam. Und auch oft zu teuer – oder die Wohnung ist nicht altersgerecht, wenn sich viele Stockwerke nach oben erstrecken. Von dieser Weite träumen andere, die ihre Kinder in diesem Moment großziehen, dies bald tun wollen oder in einer Wohnform der Gemeinschaft leben möchten. Sie verzweifeln bisweilen bei der Suche, weil der passende Wohnraum in der Stadt oft besetzt ist. Doch nicht nur in Großstädten fällt es Menschen zunehmend schwer, überhaupt eine bezahlbare Wohnung zu finden. Auch an den Rändern der Ballungsgebiete wird Wohnraum knapp und die Dörfer verändern sich. Seit einigen Jahren stehen die Dorfentwicklung und der potenzielle Leerstand im Fokus von Förderprogrammen. So hat der Bund beispielsweise mit dem Programm „Dorf und DU“ Maßnahmen für die Ortsinnenentwicklung auch in Wetterauer Kommunen gefördert, um die Lebensqualität in den Dörfern zu erhalten. Im öffentlichen Diskurs schwanken die Empfehlungen zwischen einem ungehemmten Wirkenlassen der Marktkräfte und massiven Eingriffen in den Wohnungsmarkt. Die Mieten sind 2021 so stark angestiegen wie seit fünf Jahren nicht mehr. Und dem Mieterbund zufolge müssten deutschlandweit mindestens 80.000 Sozialwohnungen gebaut werden – pro Jahr. Diese Forderung erscheint utopisch angesichts der Tatsache, dass sich Städte und Kommunen aus dem sozialen Wohnungsbau zurückgezogen haben und öffentliche Wohnungsbauunternehmen privatisiert worden sind.

 

Wie entwickelt sich die Wohnsituation in der Wetterau? Was wird getan, um bezahlbaren Wohnraum zu schaffen?  Wie sieht es mit günstigem Bauland, Steuererleichterungen, der Förderung von Energiesparmaßnahmen und Möglichkeiten für höheres und dichteres Bauen aus? Und welche Rolle spielt dabei der Klima- und Umweltschutz? Diesen Fragestellungen widmen sich engagierte Christinnen und Christen aus der Wetterau. „Soziale Spaltung, Wohnungsknappheit, Klimawandel: Es gibt Gründe, warum Wohnraum gerechter verteilt werden muss,“ sagen Rita Stoll und Wolfgang Dittrich, Referenten für gesellschaftliche Verantwortung in den evangelischen Dekanaten Büdinger Land und Wetterau. Im Rahmen eines Online-Podiumsgesprächs am 25. August 2021 unter dem Titel „Wohnen als Menschenrecht: Bezahlbarer Wohnraum für alle – aber wie?“ kommen Expert*innen aus Kommunen, Wohlfahrtsverbänden, Umweltverbänden und evangelischer Kirche zu Wort und stellen ihre Sicht der Wohnraumsituation in der Wetterau dar. Interessierte Bürgerinnen und Bürger sind eingeladen, ihre Gedanken, Ideen und Erfahrungen zum Thema einzubringen. Beginn der Veranstaltung ist um 19 Uhr.  Der Link zur Veranstaltung wird rechtzeitig auf den Homepages der Dekanate www.dekanat-buedinger-land.de und https://dekanat-wetterau.ekhn.de/ bekannt gegeben.