Weltladen Nidda                                     im Haus der Kirche und Diakonie 

Fairer Handel schafft Perspektiven!

Mango-Queen und heißer Schnee

Renate Guist präsentiert die Mango Queen am 25.08.2017. Foto: Gert Holle
Renate Guist präsentiert die Mango Queen am 25.08.2017. Foto: Gert Holle

 

 Der Weltladen Nidda lädt zum Happy Fairday am 24. November ein

 

(Nidda/gho) - Vom 15. bis 29. September findet deutschlandweit zum 16. Mal die Faire Woche statt. Weltläden, Aktionsgruppen, Unternehmen, Supermärkte, gastronomische Betriebe und andere laden bei rund 2.500 Veranstaltungen dazu ein, den Fairen Handel kennen zu lernen. Der Weltladen Nidda macht bereits vorab am Freitag, den 25. August, in der Zeit von 15 – 18 Uhr, und dann am 22. September mit der Aktion „Happy Fairday“ auf das diesjährige Motto aufmerksam: „Fairer Handel schafft Perspektiven“. Kunden des Weltladens im Haus der Kirche und Diakonie in der Bahnhofstraße 26 können sich zum Auftakt auf die „Mango-Queen“ freuen - ein fruchtiger Cocktail aus fair gehandelten Zutaten. Vier Wochen später erwartet sie ein traumhafter Schokoladenkuchen.

 

„Wir wollen in lockerer Atmosphäre und bei einem leckeren Getränk mit unseren Kunden über ein Thema ins Gespräch kommen, dass uns sehr am Herzen liegt“, sagt Renate Guist vom Weltladenteam: „Die Globalisierung der Welt schreitet immer weiter voran, der globale Handel und der globale Reichtum nehmen zu. Zwar wurde die Anzahl der Menschen, die in extremer Armut leben, halbiert - dennoch ist die Beseitigung von Hunger weiterhin eine große Herausforderung.“ Viele Menschen hätten kaum Möglichkeiten, ihre Situation aus eigener Kraft zu verbessern und seien von Armut und Hunger bedroht. Gleichzeitig würden die Umweltbelastungen und -zerstörungen mit der wachsenden Nachfrage nach Konsumgütern steigen. Die Länder des Globalen Südens seien dabei vor allem Rohstofflieferant für den Globalen Norden. „Hunger, fehlende Gesundheitsversorgung und Bildungsangebote sowie menschenunwürdige Arbeitsbedingungen betreffen unvorstellbar viele Menschen - auch und gerade solche, die für unseren überwiegend nicht nachhaltigen Konsum arbeiten“, führt Teamkollegin Katrin Gerloff aus. Weil viele Menschen für sich und ihre Kinder keine Perspektive in ihrer Heimat sehen, seien sie gezwungen, in andere Regionen ihres Heimatlandes oder der Welt zu fliehen und ein besseres Auskommen zu finden. „Mit dem Verkauf fair gehandelter Produkte wollen wir einen Beitrag dazu leisten, dass in den Produktionsländern die Arbeiterinnen und Arbeiter auch angemessen bezahlt werden. So haben sie die Chance, Schulgebühren für ihre Kinder zu zahlen und medizinische Dienste in Anspruch nehmen“, ergänzt Gretel Ickes aus Ranstadt.

 

Fairer Handel schafft Perspektiven für die Produzenten durch die Berücksichtigung von sozialen, ökologischen und wirtschaftlichen Aspekten. Auch die deutschen Verbraucher tragen ihren Teil dazu bei: 2016 gaben die Deutschen 1,3 Milliarden Euro für fair gehandelte Produkte aus – rund doppelt so viel wie 2012. Dabei hält Kaffee mit 36 % am Gesamtumsatz die Spitzenposition. Dennoch: Trotz Wachstum sind nur vier von 100 Tassen Kaffee in Deutschland fair gehandelt. 

Mit der Aktion „Happy Fairday“ will das Weltladenteam, zu dem neben Renate Guist, Katrin Gerloff und Gretel Ickes auch Heidrun Philipp gehört, am 25. August, und darüber hinaus an jedem vierten Freitag der Folgemonate, den Kunden etwas Besonderes bieten. „Wir haben ein breites Sortiment an Produkten, die aus Ländern des globalen Südens kommen. Mit unseren Kreationen möchten wir den Verbrauchern zeigen, was sie alles mit den fair gehandelten Zutaten, die bei uns erhältlich sind, machen können. Nach der Mango-Queen zum Start werden wir Ende September einen schokoladigen Kuchen präsentieren. Im Oktober folgt passend zum Reformationsjubiläum ‚Luthers leckere Kürbissuppe‘ und im November locken wir mit ‚Heißem Schnee und Keksen‘.“ Außerdem lohnt ein Besuch im Weltladen Nidda auch noch in anderer Hinsicht: Wer ein Mitbringsel sucht - ob eine Geschenk-Box mit Schokoladenprodukten, Korbwaren oder auch nur eine Flasche Wein, wird mit Sicherheit zu den Öffnungszeiten dienstags und freitags zwischen 15 und 18 Uhr oder an jedem ersten Samstag im Monat von 10 – 12 Uhr fündig. Und die neu eingerichteten Schmöker-Ecke bietet bei einer Tasse Tee oder Kaffee Wissenswertes über fair gehandelte Waren.

 


Fairer Handel - was ist das?

  • Entwicklungshilfe der anderen Art.
  • Nicht Almosen geben, sondern die Würde der ProduzentInnen in den Ländern des Südens wahren. Angemessene Preise, Vorfinanzierung, partnerschaftliche und langfristige Beziehungen.
  • Keine ausbeuterische Kinderarbeit.
  • Non-Profit-Orientierung.
  • Ehrenamtliche Arbeit in Bildung und Handel.

Der Weltladen Nidda im Haus der Kirche bietet eine große Anzahl von Fair gehandelten Produkten. 
Neben Lebensmittel wie z.B. Kaffee, Tee, Kakao, Reis, Quinoa, Honig, Wein u.a. steht auch eine Auswahl an Kunsthandwerk, Schmuck und Korbwaren zur Verfügung. Mit den Überschüssen, die in den nächsten Monaten erwirtschaftet oder durch Spenden eingenommen werden, möchten die Mitarbeiterinnen des Weltladens ein Projekt bei der Organisation „Menschen für Menschen“ unterstützen. Nähere Infos im Weltladen. 

 

Gerechter Lohn für harte Arbeit - für die meisten Menschen ist das nur ein schöner Traum. Der Preis eines Produktes und damit auch die Löhne basieren immer seltener auf realen Kosten. Entscheidend sind vielmehr der Markt und die Gewinne, die an der Börse erzielt werden können. 
Besonders schlimm trifft dieser Mechanismus die Kleinproduzenten in den armen Ländern des Südens. Sie sind abhängig von Zwischenhändlern, die über die Preise, Transport und Vermarktung entscheiden und den weitaus größten Teil des Gewinnes für sich abziehen.

Trotz mühsamer Arbeit bleibt den Menschen oft kaum genug zum Überleben. Medizinische Versorgung, Ausbildung oder Rücklagen für das Alter sind unerschwinglich . Einen Ausweg aus dieser Situation bietet die Vermarktung über den fairen Handel. Er ermöglicht den Produzenten langfristige Lieferbeziehungen, höhere und stabile Preise und gerechte Entlohnung. So können Sie ihren Lebensstand verbessern und für die Zukunft ihrer Kinder sorgen.

Alle Waren, die Sie im Weltladen erhalten, kommen aus dem fairen Handel. Sie werden von Kleinproduzenten, Bauern und Handwerkern hergestellt und zu fairen Preisen gehandelt, die ihren Erzeuger-/innen eine menschenwürdige Existenz ermöglichen. Alle Gewinne werden investiert. 


Konvention der Weltläden

  • Für den Fairen Handel der Weltläden gibt es sieben Kriterien
  • :Sozial- und Umweltverträglichkeit
  • Transparenzdemokratische Strukturen
  • non-Profit-Orientierung
  • Informations- und Bildungsarbeit
  • Kontinuität
  • Regeln für Ergänzungsprodukte

Die Ladenaktiven

 

Die Ladenaktiven Gretel Ickes, Renate Guist, Heidrun Engel-Philipp und Katrin Gerloff wirken nicht nur beim Verkauf mit sondern auch auf anderen Gebieten:

  • Dekoration,
  • Einkauf,
  • Öffentlichkeitsarbeit,
  • Aktionen,
  • Ideen einbringen,
  • Waren auspacken und auszeichnen,
  • und immer wieder Ordnung schaffen

 

Wenn Sie Lust haben mitzumachen, kontaktieren  Sie uns einfach. Wir freuen uns über neue Ladenaktive!

 

 


 

Möchten Sie mehr Informationen über den fairen Handel erhalten?
Besuchen Sie uns mit ihrem Frauenkreis, Seniorenkreis, mit Konfirmanden oder Schülern.

Vereinbaren Sie bitte telefonisch einen Termin:
Frau Katrin Gerloff Mob. Tel.: 0151 127 085 61

- Email: Katrin Gerloff

Haben Sie ein Fest oder ein Jubiläum in Ihrer Gemeinde?
Präsentieren und verkaufen Sie Waren aus dem Fairen Handel.


Wir stellen Ihnen gerne Kommissionsware zur Verfügung.

Bitte nehmen Sie frühzeitig Kontakt mit uns auf.
Telefonisch während den Öffnungszeiten: 06043-802617

Ansprechpartnerin: Weltladen Nidda im Haus der Kirche und Diakonie:
Bahnhofstraße 26, 63667 Nidda