MATERIAL FÜR KIRCHENVORSTEHER/INNEN


Eckpunkte einer verantwortlichen Gestaltung von Gottesdiensten in den Gliedkirchen der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) - 24.04.2020

Der Schutz des Nächsten ist eine dem Glauben an den dreieinigen Gott innewohnende Forderung; insofern werden im Folgenden Selbstverpflichtungen der evangelischen Kirchen formuliert, die nicht allein den virologischen Einsichten Folge leisten, sondern auch den eigenen ethischen Einsichten zum Schutz der Nächsten. Die akkurate Beachtung der folgenden Regelungen entspricht daher der Eigenverantwortung aller Akteure und wird in den jeweiligen Landeskirchen bzw. Regionen unter den dort obwaltenden Näherbestimmungen umgesetzt. Zugleich werden diese Selbstverpflichtungen der evangelischen Kirchen im Blick auf eventuell weitere Lockerungen und/oder Festlegungen der Bundesregierung regelmäßig überprüft und entsprechend angepasst.   
 
1. Die öffentlichen Gottesdienste an Sonn- und Feiertagen werden in Kirchen oder open air gefeiert, - und nur ausnahmsweise und unter Voraussetzung ihrer Eignung in sonstigen Gottesdiensträumen.  
 
Öffentliche Gottesdienste an Sonn- und Feiertagen können nur unter Berücksichtigung strenger Hygieneauflagen (Desinfektionsmittel bereitstellen; Waschbecken – wo möglich - zugänglich machen; Türgriffe/Handläufe desinfizieren) gefeiert werden; insbesondere ist darauf zu achten, dass  

  • der Sitz- bzw. Stehabstand zwischen den Personen entsprechend eineinhalb bis zwei Meter in jede Richtung beträgt, sodass eine Höchstzahl von Teilnehmenden je nach Kirchengröße festgelegt wird,  
  • die einzunehmenden Plätze markiert werden, wobei Hausstandsgemeinschaften nicht getrennt werden,
  • die Emporen für die Gottesdienstgemeinde nicht genutzt werden,
  • das Betreten und Verlassen der Kirche geordnet organisiert werden
  • eventuelle Infektionsketten nachvollzogen werden können,
  • liturgische Berührungen (Begrüßung/Friedensgruß) vermieden werden,
  • der Ablauf des Gottesdienstes auf Extrazetteln oder mittels Beamer bekannt gemacht werden,
  • dringend empfohlen wird, Mund-Nasen-Schutz während des Gottesdienstes zu tragen,
  • Kollekten nur am Ausgang eingelegt werden.  

2. Um eventuelles Gedränge vor der Kirche zu vermeiden, sollten im Bedarfsfall in den Kirchen Zugangsbeschränkungen definiert werden. Beim Einlass und Ausgang ist das Abstandhalten durch organisatorische Maßnahmen zu gewährleisten. Bei großer Nachfrage sind mehrere Gottesdienste sinnvoll; Kindergottesdienste sollten an die Öffnungen von Kitas/Grundschulen/Spielplätzen gebunden sein und nur im kleinen Kreis gefeiert werden. 
 
3. Gemeinsames Singen birgt besonders hohe Infektionsrisiken, deshalb sollte darauf wie auch auf Blasinstrumente bis auf Weiteres verzichtet werden. 
 
4.  Abendmahlsfeiern erfordern besondere hygienische Achtsamkeit; deswegen zuerst die Erinnerung, dass ein Wortgottesdienst keine Minderform von Gottesdienst ist, sondern die vollständige Gegenwart Jesu Christi eröffnet. Wenn Abendmahl dennoch gefeiert werden soll, sollte die Kelchkommunion unterbleiben bzw. nur mit Einzelkelchen erfolgen.  
 
5. Für Trauergottesdienste gelten die gleichen hygienischen Sicherheitsbestimmungen in Kirchen wie für die Gottesdienste an Sonn- und Feiertagen. Beerdigungen am Grab sollten im Einklang mit den regional geltenden Regeln gestaltet werden.     
 
6.  Für Taufen und Trauungen gelten die gleichen Auflagen wie für Gottesdienste an Sonn- und Feiertagen. Häufiger als bisher sollten Taufen auch außerhalb des Hauptgottesdienstes gefeiert werden. 
 
7.  Von Konfirmationen, Ordinationen und anderen, begegnungsintensiven Feierformen sollte vorerst abgesehen werden, um erst Erfahrungen mit den hier beschriebenen Gottesdienstformaten zu sammeln. Sollten sie dennoch stattfinden, gelten die Anforderungen an Abstandswahrung und Hygienemaßnahmen in einem noch höheren Maße.  
 
8.  Von der Möglichkeit, Sonn- und Feiertagsgottesdienste im Freien (z.B. Himmelfahrt; Pfingsten) zu feiern, kann unter Berücksichtigung der allgemeinen Abstands- und Hygienebestimmungen und unter Beachtung der regionalen Versammlungsbeschränkungen Gebrauch gemacht werden. Das Tragen von Mund-Nasen-Schutz sollte selbstverständlich sein.  
 
9.  Die Gemeinden werden ermutigt, die gegenwärtig genutzten Wege einer medialen Teilnahme an Gottesdiensten (z.B. durch Streamingangebote) aufrecht zu erhalten bzw. weiter zu entwickeln. 
 
 
Stand, 24. April 2020 

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Information Nr. 2 zur Kirchenvorstandswahl vom 22. April 2020


Kirchenvorstand aktuell. Newsletter für Kirchenvorstände in der EKHN

 

Ausgabe 1/2020 vom 24. März 2020

 

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Kirchenvorstände in der EKHN,

wir sind an einem Punkt des privaten, gemeinschaftlichen und öffentlichen Lebens angelangt, den vor wenigen Tagen wohl niemand für möglich gehalten hätte. Die Corona-Pandemie hat auch unser kirchliches und gemeindliches Leben fest im Griff. Mögen die unmittelbar Betroffenen und Kranken gute Behandlung und Heilung erfahren! Mögen möglichst viele von uns verschont werden vor den Folgen der Krankheit!

 

Aktuelle Informationen aus der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau zum Thema Corona-Pandemie erhalten Sie komplett online und aktuell unter: ekhn.de/corona  

 

Sie erhalten heute dennoch die neue Ausgabe von „Kirchenvorstand aktuell“ zum Download (siehe weiter unten). Dieser Newsletter war länger geplant. Viele der Informationen bleiben gültig und sind wichtig, auch unabhängig von der gegenwärtigen Lage – und über die Krise hinaus. Vielleicht werden manche angekündigten Termine nicht wie geplant stattfinden können oder bekommen eine ganz andere, digitale Form. Informieren Sie sich bitte zeitnah.

 

Dieser Newsletter richtet sich speziell an Kirchenvorstände in der EKHN und bietet Ihnen Informationen aus der Kirchenverwaltung und den Zentren. Er soll die Gemeindeleitung vor Ort unterstützen und Ihnen Hilfestellung für Ihr Engagement geben. „Kirchenvorstand aktuell“ geht an alle Kirchengemeinden der EKHN und an interessierte Abonnenten. Diese Ausgabe behandelt Themen wie das Impulspapier der Synode „Kirche des gerechten Friedens werden“ oder Fragen des Gemeinderechts, des Statistik-Moduls für Kirchengemeinden und der Umsatzsteuer auch für Kirchengemeinden und Dekanate.

 

Bitte lassen Sie uns den guten und Hoffnung gebenden „Geist der Kraft und Liebe und Besonnenheit“ (2. Timotheus 1,7) bewahren.

 

Gottes Segen begleite Sie!

 

Mit freundlichen Grüßen auch von Oberkirchenrätin Petra Zander, Dr. Steffen Bauer und Julia Hilbert,

Martin K. Reinel

 

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EKHN_Kirchenvorstand aktuell_1-2020_24 3
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Datenschutz in der EKHN - Aufzeichnung eines Webinars vom 10. April 2018



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KlStatistik_EKHN_2018 auf Präsentationsb
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 Der Newsletter wird auf der Internet-Seite https://kirchenvorstand.ekhn.de veröffentlicht.

 

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Paroli den Parolen

 

 

„Das wird man ja wohl noch sagen dürfen!“ Worte, die zunehmend häufiger zu hören sind und sich oft auf rechtspopulistische Auffassungen beziehen.

 

Auch Kirchengemeinden sind in ihrer Arbeit mit Menschen konfrontiert, die populistische Positionen öffentlich oder in der Gemeindearbeit vertreten. Oft machen derartige Aussagen und Situationen erst einmal sprachlos.

 

Das Zentrum Seelsorge und Beratung hat – eigentlich für den kirchlichen Besuchsdienst – ein Heft „Paroli den Parolen“ veröffentlicht, das auch Kirchenvorständen und Gemeindegruppen Wege aufzeigt, gegenüber populistischen Parolen sprachfähig zu werden. Die Broschüre hilft, andere Positionen ins Spiel zu bringen, den Umgang mit Parolen einzuüben oder wenn nötig sich klar abzugrenzen.

 

 

 

Das Heft ist im Internet abrufbar unter:

 

www.unsere.ekhn.de/gemeinde-dekanat/kirchenvorstandekhnde/inhalte-von-a-bis-z/d/demokratiestaerken.html

 

 

 

Auf der Internet-Seite „Zusammen wachsen - Demokratie fördern“ https://www.ekhn.de/service/angebote/demokratie-gestalten.html finden Sie weitere Materialien zum Thema.

 

 

 

Kontakt: Matthias Blöser

 

Projektreferent Demokratie stärken

 

Zentrum Gesellschaftliche Verantwortung

 

E-Mail: m.bloeser@zgv.info

 

Telefon: 06131 287 4460

 

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Paroli_den_Parolen_2018_web.pdf
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Zur Ausleihe

Die aktualisierte Auflage der Ausstellung „Asyl ist Menschenrecht“ von PRO ASYL enthält vielfältige Informationen über Flüchtlinge und ihre Situation. Menschenrechte sind allgemein gültig und unteilbar, durch die Ausstellung soll das Bewusstsein darüber gestärkt werden. Sie führt die Betrachter*innen von den Fluchtländern über Europa bis nach Deutschland. Die Ausstellung enthält einzelne Tafeln zu themenrelevanten Ereignissen, politischen Entwicklungen und asylrechtlichen Bestimmungen. Zusammen stellen die 37 Einzeltafeln ein umfassendes Informationsangebot zum Thema Flucht und Asyl dar.

 

Die Ausstellung kann ab sofort über die Fachstelle Gesellschaftliche Verantwortung im Evangelischen Dekanat Büdinger Land ausgeliehen werden.

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Infosblatt zum Download
Ausstellung Asyl ist Menschenrecht Info
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Finanzausgleich: Vergaberichtlinien

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Antragsformular Finanzausgleich 2019 Ko
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Dienstvereinbarungen zum Download

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Betriebliches Eingliederungs-Management
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Mitarbeitenden-Gespräche
dv_mitarbeitendengespraeche_kgm_16.10.27
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Familienbudget
dv_Familienbudget - 2017.doc
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Suchtgefahren am Arbeitsplatz
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Internetnutzung
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Zur Information: Betr.: MAV-Zustimmung zur Einführung und Nutzung von EDV-Programmen

Die MAV im Evang. Dekanat Büdinger Land erklärt sich mit dem Verfahren gemäß Rahmenvereinbarung zur Einführung und Nutzung von EDV-Programmen vom 18. Mai 2016 mit Wirkung vom 21.02.2017 einverstanden.

 

Die GMAV (Gesamt-MAV) wird bevollmächtigt, nach Prüfung zentral vorgesehener Software entsprechend § 7 ITVO stellvertretend dem Einsatz in der EKHN, den Dekanaten und Kirchengemeinden zuzustimmen.

 

Die Zustimmung kann mit Wirkung für die Zukunft widerrufen werden. Die betreffenden

Dienststellen werden durch die MAV im Evang. Dekanat Büdinger Land informiert.

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Was ist DOPPIK?

 

Die Doppik ist ein Rechnungswesen, das im Wesentlichen der doppelten Buchführung entspricht. Jeder Geschäftsfall löst in der Buchhaltung Veränderungen auf mindestens zwei Konten aus (Zugang bzw.  Abgang). Die zugrundeliegenden Vorschriften folgen allerdings nicht dem Handelsgesetzbuch für Kaufleute sondern einem eigenem Regelwerk; in der EKHN ist dies die „Kirchliche Haushaltsordnung“.

 

Umstellung des Rechnungswesens in der EKHN

 

Die Kirchensynode der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) hat mit deutlicher Mehrheit beschlossen, ihr Rechnungswesen ab 2015 von der erweiterten Kameralistik auf die Doppik (Doppelte Buchführung in Konten) umzustellen.

 

Am Projekt Doppik sind Mitarbeitende aus allen EKHN-Ebenen beteiligt. Fach- und organisationsspezifische Umsetzungspakete werden in Teilprojekten aufbereitet, Detailfragen themenbezogen in Arbeitsgruppen erörtert. Bestätigungen, Beschlüsse oder (Folge-) Aufträge erteilt eine fach- und ebenenübergreifende Projektsteuerungsgruppe.

 

Die Ziele im Überblick:

 

Transparenz gewähren über Ziele und Inhalte kirchlichen Handelns und über Art und Höhe der dafür eingesetzten Ressourcen

 

Verständigung erleichtern durch ein vereinfachtes, einheitliches und aussagefähiges Zahlenwerk - auch für Ehrenamtliche und Quereinsteiger sowie zwischen Kirche und ihren Partnern in Politik und Wirtschaft.

 

Entscheidungsgrundlagen liefern zur Planung und Steuerung der inhaltlichen Ausrichtung und zum vergleichbaren Einsatz von Ressourcen und ihrer Finanzierbarkeit

 

Vorsorge treffen über regelmäßige Beträge für den Erhalt der Bausubstanz, um Handlungsspielraum für andere Schwerpunkte im Interesse der heutigen und künftigen Mitglieder, Mitarbeitenden und Verantwortlichen in Gremien zu schaffen

  

In den zukünftig auf die Doppik umstellenden Regionen gibt es für die Kirchengemeinden und Dekanate vielfältige Schulungen und Informationsveranstaltungen. Diese werden im Jahr vor der Umstellung und im Umstellungsjahr vom Projektteam und den umstellenden Regionalverwaltungen angeboten. Außerdem werden Referentinnen und Referenten in Pfarrkonventen, Dekanatskonferenzen, Verbandstagen o.ä. zur Doppik und dem Stand der Umsetzung informieren.

 

An wen kann man sich bei Fragen zur Doppik wenden?

 

Mitarbeitende der Kirchengemeinden, -verbände, Kindertagesstätten und Dekanate entweder per E-Mail an: Silvia.Stafast@ekhn-kv.de oder per Telefon an: 0171 - 560 3877

 

 

Kurzschulung Doppik auf YouTube

 

Auf dem YouTube Kanal der Ehrenamtsakademie finden Sie Schulungsvideos zu den Themen Bilanz und Haushalt in Doppik.



 

Was passiert, wenn die Waage nicht ausgeglichen ist?



Mit dem folgenden Video möchte Sie die Ehrenamtsakademie der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau auf das Stichwortverzeichnis für Kirchenvorsteherinnen und Kirchenvorsteher unserer Kirche hinweisen.

Das Stichwortverzeichnis für Kirchenvorstände in der EKHN


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Häufig gestellte Fragen zur Impulspost der EKHN
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