Ein Heft voller Gelegenheiten

Jahresprogramm der Evangelischen Jugend ist erschienen

12. Februar 2024

Gemeinschaft erleben mit der Evangelischen Jugend. Foto: Papendorf
Gemeinschaft erleben mit der Evangelischen Jugend. Foto: Papendorf

Das Jahresprogramm der Evangelischen Jugend im Dekanat Büdinger liegt vor. Druckfrisch, ein Heft voller Gelegenheiten. Diejenigen, die mit der Evangelischen Jugend schon unterwegs waren, haben sehnsüchtig darauf gewartet. Für alle anderen lohnt sich ein Blick in das Heftchen im praktischen Pocket-Format allemal. Denn wer Lust darauf hat, Menschen und Länder kennenzulernen, wer gerne gemeinsam mit anderen etwas unternimmt, Entdeckungen macht, Abenteuer besteht, kann aus einer Fülle von Veranstaltungen auswählen. Die Online-Anmeldung für die Freizeiten und Kurse startet am Donnerstag, 15. Februar (ejbl-erleben.de/angebote/anmeldung/).

 

Ganz bewusst nimmt Dekanatsjugendreferent Patrick Papendorf im Vorwort des Heftchens Bezug auf die Jahreslosung 2024 der christlichen Kirchen: „Alles, was ihr tut, geschehe in Liebe.“ Dieser Satz steht in der Bibel (1. Korinther 16,14) und er soll auch für die Unternehmungen der Evangelischen Jugend gelten: „Egal, ob wir uns gemeinsam auf Reisen begeben oder lokale Aktivitäten organisieren, wir möchten eine Atmosphäre schaffen, in der sich jeder willkommen und geliebt fühlt“, schreibt Papendorf.

 

Was wird denn nun geboten? Eine Menge: zum Beispiel eine Jugendfreizeit in Spanien (vom 15. bis 26. Juli für junge Menschen im Alter von 15 bis 18 Jahren) oder eine Freizeit unter dem Motto „Der Weg ist das Ziel“, die nach Österreich, Tschechien, Slowenien und Kroatien führt (für 14- bis 18-Jährige vom 16. bis zum 27. Juli). Aber man muss gar nicht in die Ferne schweifen, um zusammen mit anderen eine gute Zeit zu verbringen. So findet in der Jugendherberge Büdingen vom 15. bis zum 19. Juli eine Singfreizeit statt für Klein und Groß von acht bis 17 Jahren. Im Evangelischen Freizeitzentrum Rodheim sind vom 20. bis zum 24. August Abenteuertage mit Pferden geplant für Zehn- bis 13-Jährige. Vorgesehen sind ferner eine Familien-Freizeit für Kinder, Eltern und Großeltern, Bastelangebote zu Ostern und Weihnachten im Jugendhaus Schotten und im Jugendbahnhof Bleichenbach und anderes mehr.

 

Zum Jugendkirchentag in Biedenkopf geht es vom 30. Mai bis zum 2 Juni. Motto in diesem Jahr: „Kopf frei, Herz offen!“ Auch an die Ehemaligen denken die Veranstalter. Für Menschen ab 18 Jahren gibt es im Mai ein Wochenende in der Jugendherberge Orléans in Frankreich – mit Ausflug nach Paris, um Erinnerungen aufleben zu lassen.

 

Das sind nur einige Beispiele aus dem Jahresprogramm. Die 53 Seiten starke Heftchen, das außerdem über Angebote für Konfi-Gruppen und über die Jugendleiter-Ausbildung informiert, liegt an vielen öffentlichen Stellen aus. Online findet man es hier und auf der Website der Evangelischen Jugend Büdinger Land (www.evbj-erleben.de). Wer Fragen zu den Angeboten hat, wendet sich an die Dekanatsjugendreferenten Patrick Papendorf, Telefon 0160/99151262 oder 06043/802618, E-Mail: patrick.papendorf@ekhn.de, oder Adriana Hottenroth, Telefon 06043/802619, E-Mail adriana.hottenroth@ekhn.de. (jub)



Dekanats-Kinder-Kirchentag

Foto: Tanja Langer
Foto: Tanja Langer

Von Tanja Langer

 

Am vergangenen Sonntag war es wieder soweit: Der  Dekanatskinderkirchentag des Evangelischen Dekanats Büdinger Land fand bei bestem Wetter in Nidda statt. Das Team aus Gemeindepädagogen und Ehrenamtlichen um Ruth Weyel-Bietz und Jugendreferentin Anna-Lena Fleeth errichteten auf dem Gelände der Kirchengemeinde Nidda insgesamt neun Stationen, an denen Kinder ab 5 Jahren Einiges zum Thema Ägypten ausprobieren konnten. Die Geschichte von Josef und seinen Brüdern stand im Mittelpunkt des Dikikita. Josef wurde von seinem Vater bevorzugt und musste nicht soviel arbeiten, wie seine Brüder. Er verpetzte sie sogar, wenn sie nicht das taten, was der Vater aufgetragen hatte. Der Vater schenkte ihm ein besonders schönes Gewand und die Brüder waren neidisch. Bei der nächsten Gelegenheit überwältigten sie ihn und warfen ihn in einen Brunnen. Schließlich verkauften sie ihn an eine vorbeiziehende Karawane, die mit ihren Waren auf dem Weg nach Ägypten war. So musste sich Josef in der Fremde ein neues Leben aufbauen. Er brachte es vom Sklaven bis zum Stellvertreter des Pharaos.

Geschwisterstreit und die vielen Gefühle, die da in einem brodeln, war auch das Thema des Gottesdienstes in der Stadtkirche, mit dem der Dekikita offiziell begann. Pfarrerin Hanne Allmansberger begrüßte die großen und kleinen Gottesdienstbesucher mit einer kleinen Geschichte zu einem bekannten Kinderlied über die Sorgen und Nöte der Elefanten. Dekanatsjugendpfarrerin Tanja Langer begann die Predigt mit einem kleinen Anspiel von drei Krippenspiel erprobten Kindern aus ihrer Gemeinde in Eckartshausen. Kieran, Aaron und Liv sind auch im echten Leben Geschwister und mussten gar nicht viel üben, damit der Geschwisterstreit echt wirkte, sagten sie danach. Wie bei der Josefsgeschichte gab es auch hier Bevorzugung und daraus entstandener Neid und Frust. Was hilft, wenn man sich nicht gesehen und gehört fühlt? „Die Geschichte der Jahreslosung kann uns dabei helfen“, so Langer. Darin heißt es „Du bist ein Gott, der mich sieht“. Gott sieht den Blödsinn, den Kinder manchmal machen, er sieht aber auch die Not und kommt zur Hilfe. Vielleicht in der Mutter, die uns tröstend über den Kopf streichelt oder in jemandem, der uns ein Pflaster auf das aufgeschlagene Knie klebt. Die ehrenamtlichen Helfer sprachen Fürbitten für Große und Kleine, denen es auf dieser Welt nicht so gut geht. Im Anschluss an den Gottesdienst bekamen alle Kinder einen Button mit Namen und konnten mit einem Laufzettel zu den Stationen gehen.

Dort konnten die Kinder sich mit Airbrush beispielsweise ägyptische Symbole „tätowieren“ lassen. Wer so schön sein wollte wie die Frauen und Männer im alten Ägypten konnte sich Verkleiden und sich die Augen schminken lassen für ein Erinnerungsfoto. Auch Schmuck im ägyptischen Stil und Musikinstrumente warteten an Bastelstationen auf die ca. 50 Kinder. Zwei große Pappkamele durften mit bunter Wolle verziert und kleine Kamele aus Eierkartons gebastelt werden. Für die Rätselfreunde gab es ein Hieroglyphenrätsel zu lösen und an einer weiteren Station duften die Kinder Josefs schönes Gewand malen, das er vom Vater bekommen hatte.

 

Zwischendurch musizierte Kantorin Katrin Anja Krauße mit den Kindern und übte einige Lieder für das Kindermusical „Josef…wie Israel nach Ägypten kam“, das zum Abschluss des Dekikita in der Kirche aufgeführt wurde. Der Kinderchor (Alter 7-12) der Gemeinde hatte das Musical in den letzten Wochen fleißig geübt und die Kinder des Dekikita durften spontan mitspielen und zum Beispiel die Rollen der Garde übernehmen. Auch die zuvor verzierten Pappkamele wurden mit jeweils zwei Kindern zum Leben erweckt und trabten durch die Kirche. Geübtes und Improvisiertes machten zusammen eine fröhliche und gelungene Aufführung, die viel Beifall erhielt. Auch Dekanin Birgit Hamrich zeigte sich von der Kreativität und dem Engagement der Kinder begeistert. Ihr Stellvertreter Pfarrer Ulrich Bauersfeld übernahm spontan im Musical die Rolle des Erzählers, weil der eigentliche Erzähler erkrankt war. Ganz im Sinne „viele Glieder, ein Leib“ wurde der Dekikita durch das Zusammenspiel von Hauptamtlichen, Ehrenamtlichen und vor allem durch die Fröhlichkeit der Kinder zu einem tollen Ausflug in die Geschichte und die Zeit von Josef und seinen Brüdern. 


Die hauptamtlichen MitarbeiterInnen