AKTUELL - AUF EINEN BLICK

Foto: Kai Fuchs
Foto: Kai Fuchs

Gemeinsam beten

Täglich um 19.00 Uhr

 

In Zeiten, in denen wir nicht mehr in unseren Kirchen zusammenkommen können, suchen wir in der evangelischen Kirche nach anderen Möglichkeiten, gemeinschaftlich unseren Glauben zu leben.

Jeden Abend um 19.00 Uhr läuten deshalb an vielen Orten unserer Landeskirche und in unserem Dekanat die evangelischen Kirchen ihre Glocken zum gemeinsamen Hausgebet. Viele stellen auch eine Kerze in ein Fenster oder auf den Balkon.
Wir möchten Sie hiermit herzlich einladen, während des Glockenläutens Ihr persönliches Gebet zu formulieren oder das Vaterunser mitzusprechen.

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Kirchenpräsident gibt Orientierung für Osterzeit: Vom Glockengeläut bis Jubel vom Balkon

Jung: „Menschenleben retten und nicht fragen, welche Form der Zusammenkunft noch geht“

3.04.2020

 

(Darmstadt/ekhn) - Der hessen-nassauische Kirchenpräsident Volker Jung hat an die evangelischen Gemeinden appelliert, auch in der bevorstehenden Karwoche und bei den Osterfeierlichkeiten den Regelungen im Kampf gegen die Corona-Epidemie unvermindert nachzukommen. Er wandte sich am Freitag (2. April) in einem Schreiben an alle 1.100 evangelischen Kirchengemeinden auch gegen Kritiker, die der Kirche zuletzt vorgeworfen hatten, sich nicht deutlich genug gegen die Verbote öffentlicher Gottesdienste in der Coronakrise zur Wehr gesetzt zu haben. Jung halte es „gerade im Namen der Gottes- und der Nächstenliebe geboten“ jetzt voneinander Abstand halten, um sich gegenseitig zu schützen. Jung: „Ich will deutlich sagen: Zurzeit geht es darum, die Ausbreitung einer hochgefährlichen Krankheit zu verlangsamen, um dadurch Menschenleben zu retten“. Es solle deshalb nicht gefragt werden, „welche Form der Zusammenkunft vielleicht doch irgendwie geht“. Zentral sei es, „gerade das Evangelium, die Botschaft vom Leben, zu verkündigen, indem wir alles uns Mögliche dazu beitragen, um weitere Infektionen zu verhindern.“

 

 

 

Dank für Engagement in Kirche und Diakonie

 

Jung dankte zugleich allen, „die derzeit mit viel Fantasie und großer Energie in den Gemeinden und Einrichtungen in Kirche und Diakonie arbeiten“. Es sei „wunderbar, wie kreativ zurzeit in vielen Formen das Evangelium verkündigt wird, ohne sich dabei in Gottesdiensten und Andachten zu versammeln“. Es sei eine Herausforderung auch in der Kar- und Osterwoche „die Gemeinschaft, die uns im Glauben miteinander geschenkt ist, zu gestalten und dabei körperlich voneinander Abstand zu halten“, sagte Jung. Es könne trösten, dass Menschen „als Christinnen und Christen in Christus miteinander verbunden seien und Gemeinschaft im Gebet suchen könnten“, so der Kirchenpräsident.

 

 

 

Brief zu Ostern an alle Haushalte

 

In einem Begleitschreiben kündigte Jung zugleich an, dass er sich in der bevorstehenden Karwoche in einem Brief an knapp eine Million evangelische Haushalte im Kirchengebiet wenden wird. Das Schreiben ist Teil der sogenannten Impulspost, mit der sich die hessen-nassauische Kirche zweimal im Jahr an ihre Mitglieder wendet. Die aktuelle Aktion wurde aufgrund der Coronakrise völlig neu gestaltet und vorgezogen. Sie trögt in Zeiten der Kontaktsperren bewusst den Titel „Gottkontakt“. Im Zentrum steht das Thema Beten in seiner Vielgestaltigkeit www.gottkontakt.de.

 

 

 

Jubel vom Balkon an Ostern 

 

In dem Schreiben an die Gemeinden wird auch angeregt, sich an einem „Osterjubel“ aus Fenstern und Balkonen zu beteiligen. Am Ende des ZDF-Fernsehgottesdienstes am Ostersonntag sollen um 10.15 Uhr alle in den feierlichen Osterchoral „Christ ist erstanden“ (Evangelisches Gesangbuch Nr. 99) einstimmen. Mitglieder von Posaunenchören wollen die Aktion an vielen Orten von ihren Wohnhäusern aus einzeln unterstützen.

 

 

 

Glockenläuten an den Feiertagen

 

Zudem schlägt die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) den Gemeinden in der bevorstehenden Festwoche ohne öffentliche Gottesdienste bestimme Läute-Aktionen vor. Im Mittelpunkt steht ein ökumenisches Geläut am Ostersonntag um 12 Uhr, das in regionale Absprache stattfinden soll. Im Einzelnen soll am Palmsonntag um 19.30 Uhr zum Beginn der Karwoche geläutet werden. Am Gründonnerstag können die Glocken um 19.30 Uhr zur Erinnerung an das letzte Abendmahl erschallen. An Karfreitag ist vorgesehen, um 15 Uhr mit Glockenklang an die Todesstunde Jesu Christi zu erinnern. Am Ostersonntag soll zur örtlichen Gottesdienstzeit mit Festgeläut zur Auferstehung geläutet werden. Schließlich steht das ökumenische Geläut am Ostersonntag um 12 Uhr auf der Vorschlagsliste der EKHN. In der hessen-nassauischen Kirche sind die einzelnen Gemeinden selbst für ihre jeweilige Läuterordnung verantwortlich.

 

 

 

Die Internetseite der EKHN bietet zahlreiche aktuelle Informationen aus Hessen-Nassau zum Umgang mit der Coronakrise: www.ekhn.de/corona

 

 
Brief des Kirchenpräsidenten zum Osterfest 2020 zum Download:
https://unsere.ekhn.de/fileadmin/content/ekhn.de/download/intern/corona/Brief_KP_an_Gemeinden_Ostern_2020.pdf


Wort der katholischen, evangelischen und orthodoxen Kirche in Deutschland zur Corona-Krise

„Beistand, Trost und Hoffnung"

 

(Hannover/pm) - Anlässlich der weltweiten Corona-Pandemie rufen die katholische, evangelische und orthodoxe Kirche in Deutschland zu Zuversicht und Vertrauen auf. Jeder könne sich der solidarischen Unterstützung, des Beistands und Gebets gewiss sein. Das schreiben in einem heute (Freitag, 20. März 2020) veröffentlichten gemeinsamen Wort „Beistand, Trost und Hoffnung" der  Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Georg Bätzing, der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm, und der Vorsitzende der Orthodoxen Bischofskonferenz in Deutschland, Metropolit Augoustinos.
 
Wie alle unverschuldete Not, die über die menschliche Gemeinschaft kommt, so kenne auch diese Krise keine Gerechtigkeit. Deshalb, so die Kirchenvertreter, seien das Füreinander-Dasein und die Solidarität in dieser Zeit unabdingbar, um das humane Angesicht der Gesellschaft nicht zu entstellen oder gar zu zerstören. Ausdrücklich danken die Kirchen allen im Gesundheitswesen, Ärztinnen und Ärzten, Krankenpflegerinnen und Krankenpflegern und Freiwilligen, die oft bis zur Erschöpfung dafür sorgten, dass die Erkrankten die bestmögliche Versorgung erhielten.
 
Landesbischof Bedford-Strohm, Bischof Bätzing und Metropolit Augoustinos appellieren in ihrem Wort, dass Grenzen und Barrieren, die derzeit errichtet werden müssten, nicht die Grenzen in den Herzen hochziehen dürften. „In einer solch existenziellen Krise, in der auch die gesellschaftlichen Institutionen spürbar an ihre Grenzen stoßen, kommt es auf jede und jeden Einzelnen an. Aber nicht, weil sich jeder dann selbst der Nächste ist und jeder für sich allein kämpft, sondern weil jedes offene Ohr, jedes freundliche Wort und jede helfende Hand besonders zählen und viel bedeuten. Es tut in der Seele gut zu sehen, wie viel gelebte Humanität es angesichts dieser Krise in unserer Gesellschaft gibt." Gleichzeitig seien gerade die Christen in diesen Tagen mit der Frage nach dem Sinn menschlichen Leids konfrontiert, worauf es keine einfachen Antworten gebe: „Die biblische Botschaft und der christliche Erlösungsglaube sagen uns Menschen jedenfalls zu:  Gott ist ein Freund des Lebens. Er liebt uns Menschen und leidet mit uns. Gott will das Unheil nicht. Nicht das Unheil hat darum das letzte Wort, sondern das Heil, das uns von Gott verheißen ist", so die Vertreter der Kirchen in Deutschland.
 
Hinweise:
Das gemeinsame Wort „Beistand, Trost und Hoffnung" finden Sie als Download unter https://www.ekd.de/gemeinsames-wort-der-kirchen-zur-corona-krise-54220.htm. Eine Kurzfassung mit Zitaten von Metropolit Augoustinos, Landesbischof Bedford-Strohm und Bischof Bätzing finden Sie auf www.facebook.com/ekd.de.
 
Hannover, 20. März 2020
 
Pressestelle der EKD
Carsten Splitt


   
 

Liebe Leserin, lieber Leser!

 

Angesichts der Handlungsempfehlungen der Bundesregierung sowie der Kirchenleitung der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau teilt das Evangelische Dekanat Büdinger Land mit:


Die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau informiert auf der Webseite www.ekhn.de/corona über Handlungsempfehlungen für die kirchliche Praxis. Der Dekanatssynodalvorstand und die Dekanin Sabine Bertram-Schäfer bitten alle Kirchengemeinden und haupt- und ehrenamtlich Mitarbeitenden um Beachtung.

 

Inwieweit Veranstaltungen oder Angebote in Ihrer Evangelischen Kirchengemeinde betroffen sind, entnehmen Sie bitte den jeweiligen Internetseiten oder erfragen dies bei den entsprechenden Ansprechpartner*innen. Um Missverständnisse über das Stattfinden von Veranstaltungen zu vermeiden, ist unser Veranstaltungskalender in den kommenden Wochen geschlossen.

Wir hoffen sehr auf Ihr Verständnis und wünschen Ihnen Gottes segnende und ermutigende Begleitung in den kommenden Tagen!

 

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Wir begegnen uns - anders: Jugend-Andachten in Zeiten von Corona


Videoandacht der Ev. Kirchengemeinde Geiß-Nidda und Bad Salzhauen in der Corona-Krise - 25.03.2020

Lasse hat die Idee einer Videoandacht. Wir fühlen uns ängstlich und ohnmächtig in Bezug auf Corona. Die Erzählung von der Sturmstillung Mk 4,35-41 erzählt von der Angst der Jünger als die Wellen über ihren Köpfen zusammen schlagen. Und von der Macht Jesu den Sturm zu stillen.

https://www.youtube.com/watch?v=etS3WYij3yM&feature=youtu.be


Dekanin Sabine Bertram-Schäfer informiert - Stand 18.03.2020

Liebe Leserin, lieber Leser,

viele Fragen gehen bei uns ein und Informationen aus einzelnen Gemeinden. Ich möchte die Fragen gerne beantworten und die neusten Informationen weitergeben.

 

Beerdigungen

Viele Fragen drehen sich um das Thema „Beerdigungen“. Deshalb möchte ich dazu einige Anweisungen aussprechen.

Trauergottesdienste geschehen nur noch am offenen Grab, nicht mehr in der Kirche und auch nicht in den Trauerhallen. Beerdigungen sind auch nur noch im engsten Familienkreis möglich (Verwandte 1. Grades: Ehepartner, Eltern, Kinder, Enkelkinder, Geschwister). Die Anzahl spielt sich zur Zeit zwischen 15 und 25 ein. Wenn es seelsorgerliche Gründe gibt, die eine andere Entscheidung notwendig machen, dann liegt es in der seelsorgerlichen Verantwortung der Pfarrer*innen.

Manche Bestatter stellen keinen Sandeimer mehr zur Verfügung, da sie verhindern wollen, dass viele Menschen die Schaufel anfassen. Die liturgische Formel zum Erdwurf kann auch ohne die Handlung erfolgen.

 

Aussegnungen

Zum Thema „Aussegnungen“ erreichten mich auch Fragen. Eine Aussegnung im häuslichen Umfeld ist möglich. Bei der Aussegnung sollten neben Pfarrer*in nur noch 1-2 Personen im Zimmer anwesend sein. In den Krankenhäusern und Altenheimen gelten die Vorschriften der Einrichtungen.

 

Konfirmationen

Die Frage, wann die Konfirmationen, die im Mai stattfinden, abgesagt werden sollen, erreichen mich immer wieder. Deshalb möchte ich für das Dekanat Büdinger Land eine einheitliche Vorgehensweise vorschlagen und alle Konfirmationen vor den Sommerferien absagen. Das hat den Vorteil, dass die Konfirmationen für den Herbst neu geplant werden können.

 

Offene Kirchen

Dieses Thema ist noch nicht abschließend geklärt. Die Kirchenleitung ist hier mit dem Behörden noch im Gespräch. Bitte informieren Sie sich über die EKHN-Internetseite oder über den Newsticker +++ Corona +++ EKHN https://www.ekhn.de/aktuell/detailmagazin/news/newsticker-ekhn-und-corona.html

 

Regelmäßiges Gebet mit Kerze im Fenster um 19 Uhr

In manchen Gemeinden wird es bereits praktiziert. Jeden Abend um 19 Uhr läuten die Glocken und die Menschen stellen eine Kerze ins Fenster. Das ist ein Zeitfenster für ein freies Gebet oder für ein Vaterunser. Die Kerzen können von anderen wahrgenommen werden und Gemeinschaft verdeutlichen. Sie sind herzlich eingeladen, dieses Zeichen gemeinsam in unserem Dekanat umsetzen.

 

Seelsorge:

Für Krankenhaus und Altenheimen gelten die Vorschriften aus den Einrichtungen. Die meisten Altenheime und auch die Kliniken untersagen derzeit Besuche. Pfarrerinnen und Pfarrer sind auch weiterhin telefonisch erreichbar bzw. rufen bei Benachrichtigungen zurück. Seelsorge wird derzeit eine Telefonseelsorge.

Das betrifft auch die älteren Menschen in den Gemeinden. Jetzt ist die Gelegenheit, sie anzurufen und zu fragen, wie es Ihnen geht, wie Sie die Situation der Isolation verkraften und ob sie konkrete Hilfe brauchen (z.B. beim Einkaufen oder anderen Botengängen). Dazu könnten auch Konfirmanden oder Jugendliche bereit sein.

 

Gottesdienste:

Nachdem nun auch die Bundesregierung Versammlungen in Kirchen verboten hat, dürfen wir bis nach den Osterferien keine Gottesdienste abhalten. https://www.bundesregierung.de/breg-de/aktuelles/pressemitteilungen/vereinbarung-zwischen-der-bundesregierung-und-den-regierungschefinnen-und-regierungschefs-der-bundeslaender-angesichts-der-corona-epidemie-in-deutschland-1730934?fbclid=IwAR0W0Cm_m8FXFdIUXoRIzRV2jCr4Mz37wcbG7tCpvAF6eMelnFDiiMydyac

 

Die EKD hat auf ihrer Homepage Informationen zu „Kirche von zu Hause – Alternativen (nicht nur) in Zeiten von Corona“ eingestellt. Vielleicht finden Sie hier gute Anregungen für Möglichkeiten des Gebets, der Andacht. https://www.ekd.de/kirche-von-zu-hause-53952.htm?fbclid=IwAR1SNqKmTgtEuASvYVbKhTjFxF-XE-jAeKVFzFFrJM4jOWjd3IvBP1HG13A#

 

Auf der Homepage des Zentrums Verkündigung finden Sie ebenfalls Anregungen. https://www.zentrum-verkuendigung.de/das-zentrum/projekte-und-themen/corona-pandemie/

 

Taufen, Hochzeiten und Jubelhochzeiten

Auch diese Gottesdienste können derzeit nicht stattfinden. Nehmen Sie bitte Rücksprache mit Ihrer Pfarrerin / Ihrem Pfarrer und vereinbaren Sie, sofern absehbar, einen neuen Termin.

 

Verwaltung im Dekanat

Im Dekanat gibt es in der Verwaltung nur noch eine Notbesetzung. Wir versuchen Vieles im Homeoffice zu bearbeiten. Telefonisch ist das Dekanat vormittags von 9.00 – 12.00 Uhr von Montag bis Donnerstag zu erreichen (06043-80260).

 

Wir wollen unsere Verantwortung wahrnehmen und mit dazu beitragen, dass das Virus sich nur noch sehr langsam ausbreiten wird.

 

Ein Gebet möchte ich Ihnen am Schluss mit auf den Weg geben:

 

Gott, wir bitten dich:

Lass uns erkennen,

wie wir dir dienen können,

was heute unsere Aufgabe ist.

Schaffe Ordnung in aller Unordnung

Und Ruhe in aller Unruhe.

Amen.

 

Bleiben Sie behütet!

 

Herzliche Grüße Ihre Dekanin Sabine Bertram-Schäfer

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Dringende Handlungsempfehlungen zum Corona Virus- (Stand: 13. März 2020)

 

Die weitere Ausbreitung des Corona-Virus ist eine schwerwiegende Bedrohung. Es ist mittlerweile sehr deutlich, dass es nicht nur darum geht, Einzelne zu schützen. Gemeinsam müssen wir alles tun, um eine Ausbreitung des Virus zu verlangsamen. Das ist nötig, um eine ausreichende Versorgung für alle Erkrankten zu gewährleisten. Deshalb muss alles getan werden, um Situationen zu vermeiden, die Infektionen begünstigen. Das Virus kann sich vor allem dann weiter verbreiten, wenn viele Menschen zusammenkommen. Da wir als Kirche immer wieder Menschen in Gottesdiensten, Veranstaltungen und in unserer täglichen Arbeit zusammenführen, haben wir eine große Mitverantwortung. Mit unserer Botschaft ist der Anspruch verbunden, gerade diejenigen zu schützen, die besonders gefährdet sind. Das sind in der gegenwärtigen Bedrohung Menschen mit Vorerkrankungen und alte Menschen, aber selbstverständlich auch alle anderen.

 

Die Kirchenleitung der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) gibt deshalb Handlungsempfehlungen für Kirchengemeinden, Dekanate und Einrichtungen und bittet dringend, diese zu beachten. Die Handlungsempfehlungen werden von einem eingesetzten Krisenstab der Lage entsprechend fortlaufend aktualisiert.

 

Aktuelle Informationen finden sich im Internet hier: www.ekhn.de/corona

 

Individuelle Fragen bezüglich Verhalten und Planung im Rahmen kirchlicher Arbeit können an die zentrale E-Mail-Adresse corona@ekhn.de gerichtet werden.

 

Weitere Hinweise zum Umgang mit der Infektionsgefahr mit dem Corona-Virus finden Sie auf der Website der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung: bzga.de.

 

Generelle Linie: Verzicht auf Veranstaltungen

Alle Veranstaltungen, zu denen Menschen auf engem Raum zusammenkommen, bergen das Risiko, dass Viren übertragen werden und anschließend in neue Kreise der Bevölkerung gelangen. Dies gilt umso mehr für Veranstaltungen, zu denen Menschen überregional anreisen. Deshalb empfehlen wir eine grundsätzliche Absage aller Veranstaltungen anhand der folgenden Kategorien:

 

Öffentliche Veranstaltungen

Gemäß Erlass des Hessischen Sozialministeriums und der Empfehlung der rheinland-pfälzischen Landesregierung sind öffentliche Veranstaltungen mit über 1.000 Teilnehmer*innen abzusagen. Auch andere öffentliche Veranstaltungen mit weniger als 1.000 Teilnehmenden sollen abgesagt werden (z.B. Konzerte und Konferenzen).

 

Interne Veranstaltungen

Auch bei internen Veranstaltungen ist kritisch zu prüfen, ob diese unbedingt notwendig sind, oder ob auf sie verzichtet werden kann (z.B. Gemeindekreise, Chorproben, Sitzungen, Schulungs- und Fortbildungsmaßnahmen sowie Reisen).

 

Gottesdienste

Gottesdienste haben eine wichtige seelsorgliche Funktion. Sie können nach unserer Einschätzung zurzeit weiterhin stattfinden, sofern es die örtlichen Bedingungen erlauben. Bei der Entscheidung sind folgende Kriterien zu beachten:

 

* Anweisungen und Empfehlungen örtlicher Behörden sind zu befolgen.

 

* Gibt es in der Nähe bekannte Infektionsfälle?

 

* Können die Teilnehmenden im Gottesdienstraum den empfohlenen Sicherheitsabstand von 1 Meter einhalten?

 

* Kann das Risiko durch Maßnahmen minimiert werden (z.B: durch gutes Lüften und Desinfizieren)?

 

In der Liturgie soll auf körperliche Nähe und direkten Kontakt verzichtet werden. Dies betrifft insbesondere den Friedensgruß, den Handschlag sowie das Austeilen von Gesangbüchern. Wo möglich, können Streaming-Angebote oder On-Demand-Angebote (Audio und / oder Video) gemacht werden. Auch Fernseh- und Rundfunkgottesdienste können in dieser Zeit eine Alternative sein.

 

Vorerst Verzicht auf das Abendmahl

Es wird empfohlen, bis auf Weiteres auf die Feier des Abendmahles zu verzichten. Für die Karwoche und Ostern werden aktuelle Empfehlungen entsprechend der dann gültigen Lage gegeben. Hausabendmahle sollten im Rahmen der Seelsorge weiterhin möglich sein.

 

Vorstellungsgottesdienste und Konfi-Freizeiten 

Vorstellungsgottesdienste und Konfi-Freizeiten, die in den nächsten Wochen geplant sind, sollen abgesagt werden. Ob und wann sie wieder möglich sind, hängt von der Entwicklung der Pandemie ab.

 

Konfirmationsgottesdienste

Wie mit den Konfirmationsgottesdiensten umzugehen ist, wird derzeit geprüft. Es ist damit zu rechnen, dass auch die Konfirmationen verschoben werden müssen. Eine Empfehlung folgt bis spätestens 20. März.

 

Jubiläen, Verabschiedungen, Amtseinführungen, Ordinationen

Sofern geplant ist, Jubiläen, Verabschiedungen, Amtseinführungen und Ordinationen in einem öffentlichen Rahmen zu feiern, sollen sie verschoben werden.

 

Tauf-, Trau- und Bestattungsgottesdienste

Auch bei Tauf-, Trau- und Bestattungsgottesdiensten muss der Schutz der Teilnehmenden im Vordergrund stehen. Vor Ort ist zu prüfen: Gibt es eine vertretbare Form, bei der die allgemeinen Vorsichtsmaßnahmen eingehalten werden können? Bei Bestattungen kann durch eine Feier unter freiem Himmel die Ansteckungsgefahrverringert werden.

 

Kindertagesstätten und kirchliche Schulen

Kindertagesstätten und kirchliche Schulen halten sich an die Vorgaben der Schulämter und ggf. des zuständigen Gesundheitsamtes.

 

Häusliche Besuche

Bei persönlichen Kontakten im Rahmen der Seelsorge geht es darum, Begleitung zu gewährleisten und das Ansteckungsrisiko zu minimieren. Empfehlungen zur konkreten Umsetzung für Hausbesuche, Besuchsdienste und Besuche in Heimen werden derzeit erarbeitet. Bei Besuchen in Seniorenheimen soll vorher mit der Hausleitung geklärt werden, in welchem Rahmen Kontakte möglich sind.

 

Alle sind in der Verantwortung

Ehrenamtliche sind wie Hauptamtliche in der Pflicht, das Corona-Virus nicht weiterzutragen. Wer sich in einem Risikogebiet aufgehalten hat oder mit Infizierten oder mit Personen aus einem Risikogebiet in Kontakt war, soll Gottesdienste und andere Veranstaltungen für zwei Wochen nicht besuchen.

 

Geistliche Herausforderung

Die Corona-Pandemie ist eine große Belastung für viele Menschen, für die Wirtschaft und die Gesellschaft insgesamt. Die große Infektionsgefahr zwingt uns zu sehr schmerzlichen Maßnahmen. Uns liegt daran, Menschen so zusammenzubringen, dass sie miteinander gestärkt werden – durch das Hören auf Gottes Wort, durch Gesang, Gebet, Gespräch und darin, dass sie aneinander Anteil nehmen und sich gegenseitig unterstützen. Jetzt ist es geboten, vielfach Abstand voneinander zu halten, wo es doch gerade in solchen Zeiten auch schützende und anteilnehmende Gemeinschaft braucht. Es geht deshalb auch darum, die Notwendigkeit, dass wir einander schützen, als gemeinschaftliches Handeln zu begreifen, mit dem wir uns umeinander sorgen. Und es geht darum, auch in den Zeiten des Abstands voneinander, Formen zu suchen und zu pflegen, in denen wir miteinander Halt und Kraft im Evangelium finden. Nächstenliebe ist und bleibt unser Maßstab.

 

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20-03-13 Handlungsempfehlungen Corona Vi
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Mehrsprachige Hinweise zum aktuellen Umgang mit dem Corona-Virus

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Aus Verantwortung für das Leben eindringlicher Appell von Leitung der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau

Coronavirus: Evangelische Kirche will Veranstaltungen bis auf Gottesdienste einstellen

13.03.2020

(Darmstadt/ekhn) - Angesichts der weiteren Ausbreitung des Coronavirus hat die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) ihre Gemeinden und Einrichtungen am Freitag (13. März) eindringlich gebeten, ab sofort alle Publikumsangebote bis auf Weiteres einzustellen. Die Kirchenleitung schlägt in einem Rundschreiben mit Verweis auf die hohe Verantwortung für die Gesundheit und das Leben anderer umfassende Maßnahmen vor. „Die generelle Linie ist: Verzicht auf Veranstaltungen". Dazu gehörten etwa kirchenmusikalische Konzerte ebenso wie Gemeindekreise oder Freizeitfahrten.

 

Sonderfall Gottesdienste

Eine Ausnahme bilden dem Schreiben nach aktuell nur Gottesdienste. Sie besäßen eine wichtige seelsorgliche Funktion. Deshalb könnten sie nach Prüfung der örtlichen Situation und unter Einhaltung von Schutzmaßnahmen wie beispielsweise genügend Sitzabstand noch stattfinden. Generellen Veranstaltungsverboten von örtlichen Behörden soll auf jeden Fall gefolgt werden. Auf das Abendmahl soll zurzeit verzichtet werden. Große Festgottesdienste sollen nicht stattfinden.  Wie mit den bevorstehenden Konfirmationsgottesdienste und den Gottesdiensten in der Karwoche und am Osterfest umgegangen werden soll, wird in den kommenden Tagen geklärt. Für das Wochenende wurden bereits erste Ordinationsfeiern abgesagt, bei denen Pfarrerinnen und Pfarrer in den Dienst eingeführt werden. Die Evangelische Akademie in Frankfurt kündigte an, ab Montag für das Publikum zu schließen.

 

Große Mitverantwortung

Als Gründe für die umfassenden Handlungsrichtlinien nennt das Schreiben die große Mitverantwortung der evangelischen Kirche dafür, sich gegen die Verbreitung von Erkrankungen mit Covid-19 einzusetzen. „Da wir als Kirche immer wieder Menschen in Gottesdiensten, Veranstaltungen und in unserer täglichen Arbeit zusammenführen, haben wir eine große Mitverantwortung. Mit unserer Botschaft ist der Anspruch verbunden, gerade diejenigen zu schützen, die besonders gefährdet sind." Das Rundschreiben schließt mit dem Appell: „Es geht darum, die Notwendigkeit, dass wir einander schützen, als gemeinschaftliches Handeln zu begreifen, mit dem wir uns umeinander sorgen. Und es geht darum, auch in den Zeiten des Abstands voneinander, Formen zu suchen und zu pflegen, in denen wir miteinander Halt und Kraft im Evangelium finden. Nächstenliebe ist und bleibt unser Maßstab."

 

Für Mitarbeitende und Verwaltungseinrichtungen wird es noch gesonderte Anweisungen geben.

 

Fortlaufend aktualisierte Informationen zum Thema Coronavirus und EKHN auf der Sonderseite im Internet:

 

www.ekhn.de/corona

 

 

 

Sie wollen einen Gottesdienst im Fernsehen oder im Rundfunk mitfeiern? Übersichten zu diesen Angeboten finden Sie hier:
www.zdf.fernsehgottesdienst.de
www.kirche-im-hr.de

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Corona-Virus

Corona-Virus: Maßnahmen, Infos, Aktuelles

Foto: Peter Bernecker /ekhn
Foto: Peter Bernecker /ekhn

 

 

--> ekhn.de: Aktuelle Infos zum Thema Coronavirus (wird laufend aktualisiert)

 

12-03.2020

 

In Hessen und Rheinland-Pfalz ist die Anzahl der Menschen, die am Corona-Virus erkrankt sind, leicht gestiegen. Die EKHN mit ihren Kirchengemeinden und Einrichtungen setzt alles daran, weitere Infektionen zu verhindern.

 

Die EKHN informiert über Maßnahmen, damit in Gottesdiensten, Kindertagesstätten, aber auch in Einrichtungen der Diakonie das Infektionsrisiko minimiert wird.

Dabei ruft sie dazu auf, sich an die Anweisungen der zuständigen Gesundheitsbehörden zu halten. Zudem hat die EKHN auch vorbeugende Maßnahmen veröffentlicht, um das Infektionsrisiko in Gottesdiensten zu minimieren. Die Kirche äußert auch ihre Sorge für die Kranken. Deshalb können Betroffene und Angehörige um ein seelsorgerliches Gespräch bitten. Christinnen und Christen werden gebeten, die Kranken, die Angehörigen, die Menschen in den Gesundheitsdiensten und die Besorgten in Ihre Gebete einzuschließen.

 

Grundsätzliche Infos für alle

Infektionen vorbeugen - 10 wichtige Hyienetipps (PDF)
Hygienemaßnahmen des Robert Koch Instituts (PDF)
Checkliste für die Versorgung im Nofall (PDF)
Hotline des Bundesgesundheits-Ministeriums: 030-346 465 100
Hotline der Kassenärztlichen Bundesvereinigung: 116 117

 

--> ekhn.de: Aktuelle Infos zum Thema Coronavirus (wird laufend aktualisiert)


**** Podcast in Zeiten von Corona ****

Podcast berührt Menschen trotz körperlichem Abstand. Das kann auch die gemeindliche Andacht oder die Meditation sein. Wie erreiche ich als Kirche und Diakonie in Zeiten von Corona die Menschen, die Trost suchen?

** Besondere Schutzmaßnahmen sind nicht erforderlich, denn auch in Quarantäne-Situationen reicht ein PC/Smartphone mit einem Internetzugang. Mehr noch, einmal eingerichtet, besteht das Angebot solange, wie der Account besteht.

Doch, wie mache ich einen Podcast? Welches Mikro kann ich nehmen? Welche Software brauche ich zum schneiden? Wie ist das mit dem Bild und der Titelmusik? Wie kommt mein fertiger Podcast zu meinem Hörer?

All diese ganzen Fragen habe ich in meinen e-Book - Podcast in Zeiten von Corona kurz und knapp beantwortet. Dieses e-book kannst Du hier kostenfrei herunterladen. Ich persönlich werde keine weiteren Detailfragen beantworten. Im Buch gibt es neben einigen Links - und manches bitte einfach selbst googlen- zwei sehr hochwertige Podcast-Kurse und ich arbeite mit einigen professionellen Podcastberatern zusammen. An sie werde ich entsprechende Anfragen weiterleiten. Ein kleiner Hinweis: Einige der links sind Affiliate-Links. Wenn Du sie nutzt, bekomme ich einen kleinen Empfehlungsoblulus, Dein Preis für z.B. das Mikro wird es nicht verändern.

 

Dankeschön Stefan Hund

corona@podcast-klinikseelsorge.de

 

Den Podcast "Neues aus der Klinikseelsorge" gibt es hier auf Ihrer Dekanatshomepage, auf www.glaubeaktuell.net, auf www.podcast-Klinikseelsorge.de im Abo, aber auch bei iTunes, Spotify und auch bei deezer.


VERANSTALTUNGEN

Liebe Leserin, lieber Leser!

Inwieweit Veranstaltungen oder Angebote in Ihrer Evangelischen Kirchengemeinde von Maßnahmen bezüglich Corona betroffen sind, entnehmen Sie bitte den jeweiligen Internetseiten oder erfragen dies bei den entsprechenden Ansprechpartner*innen. Um Missverständnisse über das Stattfinden von Veranstaltungen zu vermeiden, ist unser Veranstaltungskalender in den kommenden Wochen geschlossen.

Wir hoffen sehr auf Ihr Verständnis und wünschen Ihnen Gottes segnende und ermutigende Begleitung in den kommenden Tagen!"

März 2020


April 2020



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2020: Angebote für Kinder, Jugendliche und Familien

Anmeldung ist online auf www.ejbl-erleben.de möglich, oder über das Anmeldeformular in der Broschüre.

 


Corona-Krise: Auch der Jugendkirchentag der EKHN wird abgesagt

 Die Kirchenleitung der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau hat entschieden: Die christliche Großveranstaltung, die von 11. bis 14. Juni 2020 hätte in Wiesbaden stattfinden sollen, wird bis auf weiteres abgesagt. Die Arbeitsstelle Jugendkirchentag prüft derweil, welche geplanten Programmformate online umsetzbar sind.

 

„Auch wenn wir derzeit noch nicht sagen können, wie die Lage im Juni sein wird, hat die Kirchenleitung sich zu diesem schweren Schritt entschlossen, um bei dieser Großveranstaltung mit erwarteten 4.000 bis 5.000 Teilnehmer*innen vor möglicher Gefährdung zu schützen“, so Gernot Bach-Leucht, Landesjugendpfarrer der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau. Die Verantwortlichen möchten nun in den kommenden Wochen prüfen, ob eine Neuausrichtung in Wiesbaden 2022 möglich ist.

 

Die Stadt Wiesbaden mit Oberbürgermeister Gert-Uwe Mende bedauern die Entscheidung, geben aber den Verantwortlichen Rückenwind: „Wiesbaden hätte sich sehr gern als guter Gastgeber gezeigt. Angesichts der aktuellen Ereignisse danke ich den Verantwortlichen sehr für ihre gewissenhafte Entscheidung. Ich glaube, dass sie richtig ist – im Sinne der Sicherheit und Gesundheit der Menschen. Alle, die sich schon mit viel Herzblut für das Projekt engagiert haben ein herzliches Dankeschön.“

 

Viele Akteur*innen und eine digitale Hoffnung

„Es bricht mir das Herz, diese Nachricht allen Akteur*innen mitzuteilen“, so Projektleiterin Conny Habermehl. „Für uns als Team ist es ein schwerer Schlag, aber auch für die zahlreichen Ehren- und Hauptamtlichen, die schon so viel Zeit und Arbeit in die Vorbereitungen investiert haben. Ich hoffe, dass sie ihre Ideen und Entwürfe in den Dekanaten und Gemeinden umsetzen können.“

 

Die Mitarbeitenden der Arbeitsstelle Jugendkirchentag prüfen derweil, welche Formate aus dem Programm 2020 online präsentiert und durchgeführt werden können, „damit wenigstens einige Programmideen nicht umsonst waren.“ Der Jugendkirchentag lebt von der Mitarbeit von über 300 Ehrenamtlichen und vielen Hauptamtlichen der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau.

 

Deutschlandweit einzigartiges Format

4.000 bis 5.000 junge Gäste wurden am diesjährigen Fronleichnamswochenende bei dem deutschlandweit einzigartigen Ereignis erwartet. Unter dem Motto „WI(r) verändern die Welt. Bist du dabei?“ wollte der 10. Jugendkirchentag der EKHN ein jugendpolitisches Zeichen setzen. Themen wie Nachhaltigkeit, Ehrenamt, Ökumene und digitale Glaubenswege sollten Jugendliche und junge Erwachsene dazu bewegen, Gemeinschaft und Ihren Glauben zu feiern. Auf dem besonderen Kirchentag, der alle zwei Jahre in einer anderen Stadt wiederkehrt, können Teilnehmende die Evangelische Kirche neu entdecken und neben Sport, Partys und Spielen über Gott und die Welt diskutieren.

 

Weitere Informationen und Fragen zu bereits getätigten Anmeldungen unter info@good-days.de.


Der DSV des Dekanates Büdinger Land - Nidda, im September 2019

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Unser Jahresthema 2020


Das Thema Organspende kann jeden treffen.

Und wenn es einen überraschend trifft, dann ist der Umstand in aller Regel eher so, dass man am liebsten die Uhr etwas zurückdrehen möchte ... es sei denn, man ist Empfänger für ein Spenderorgan.

Das Thema kann jeden Menschen aus heiterem Himmel treffen

  • sowohl als jemand, der auf einmal ein Organ braucht, oder
  • als jemand, der ein Organ posthum spenden könnte, wie auch
  • als jemand, der oder die - in der Regel in einer Sterbesituation - eine Antwort im Sinne seines nicht entschiedenen Angehörigen geben soll.

Meinen Interviewpartnern wie auch mir ist es in dieser Folge daran gelegen, möglichst viele dazu zu ermuntern,

  • sich mit der Thematik auseinander zu setzen,
  • eine Entscheidung dafür oder dagegen zu treffen und
  • dies nicht nur auf einem Organspendeausweis zu dokumentieren (ein Kreuzchen bei Ja oder Nein)
  • sondern auch mit seiner Familie /Freunden zu kommunizieren.

NACHRICHTEN


Foto: Gert Holle
Foto: Gert Holle

Gedanken zum Sonntag – 22.03.2020

Was, wenn er käme...?

Corinna Englisch-Illing. Foto: privat
Corinna Englisch-Illing. Foto: privat

Von Corinna Englisch-Illing

 

Alleine stehe ich vor meinem Haus, denke darüber nach, ob ich den vertrockneten Buchsbaumzweig noch einmal benutze. Auch als Protestantin kann ich mir Palmsonntag ohne Palmwedel oder Weidenkätzchen schlecht vorstellen. Vielleicht ist der Zweig ja das Erkennungszeichen, auf das Er wartet, das Yellow Ribon in Zeiten der Krise!

 

Da ist kein Gottesdienst mit Singen, und Beten, mit Menschen, die mir Nähe schenken. Alle sind nachdenklicher und aufs eigene Wohl bedacht - in Zeiten, in denen alles anders ist: mit Geschäften, in denen ich zwar keine Nudeln und Toilettenpapier mehr kaufen kann,  aber Süßigkeiten für Ostern ohne Ende.
Was kann ich denn machen? Nur abwarten und vor dem Fernseher sitzen? Oder mich –als Risiko für mich selbst- und verantwortungslos dem Nächsten gegenüber - doch mit anderen treffen? Gar nichts tun ist keine Alternative!
Den Blues in uns spüren wir alle: die Angst vor Arbeitslosigkeit, die Betroffenheit darüber, dass wir unsere alten Eltern oder unsere Enkelkinder nicht sehen dürfen. Nicht einmal zu Ostern.

 

Ganz anders der Palmsonntag damals voller Freude:

 

Jesus zieht in Jerusalem ein wie bei der Krönung eines Königs, hinweg über den Roten Teppich mit Jubel und Palmfähnchen. Einzüge und Umzüge haben eine lange Tradition, auch wenn aufgrund der Menschenmassen dabei eine Bedrohung durch Krankheiten und Attentätern bestand, damals wie heute. Jesus zieht ein. Im Film wäre das der Beginn einer Karriereleiter. Er könnte sich jetzt im Erfolg sonnen! Doch genau das tut Jesus nicht. Er kommt anders, als man denkt. Auf einem Esel. Wie bei der Weissagung von Sacharja. Und das schmeckt weder den jüdischen Befreiungskriegern noch den Politikern; die haben damals mit dem Ruf „Kreuzige ihn“ Meinungsmache betrieben. In dieser Stimmung geht Jesus diesen Weg zum Kreuz. Er geht, damit wir in Krisen nicht allein sind.

 

In der Welt habt ihr Angst, doch siehe: ich habe die Welt überwunden!, spricht Jesus.

 

Doch wir kreuzigen unsere Mitmenschen, wenn wir egoistisch einkaufen oder uns nicht an die Maßnahmen halten. Vielleicht ist das dran am Palmsonntag: ein Zeichen setzen und den Zweig vor die Türe stellen und einen blühenden Zweig vor die Wohnung der älteren. Still werden! Einzug für alle, die uns brauchen, in unseren Herzen und unsere Gebete. Platz lassen für die Hoffnung, gute Ideen und Freude teilen. Wer weiß denn, ob Er nicht mitten in dieser weltweiten Krise kommt.

 

Ich wünsche uns allen, dass wir voller Hoffnung durch diese Karwochen gehen!

Ihre Pfarrerin Corinna Englisch-Illing, Evangelisches Dekanat Büdinger Land und Nidderau

 

 

 


Verkauft den Sonntag nicht.

In diesem Jahr wurden diverse verkaufsoffene Sonntage aufgrund von Gerichtsurteilen abgesagt, auch in Hessen. Warum das so ist, erklärt der Film in drei Minuten. Er zeigt Kriterien für die Prüfung der Rechtmäßigkeit von Sonntagsöffnungen.


Seelsorge ist Kirche



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