AKTUELL - AUF EINEN BLICK


Stand 22.07.2021: Grundsätze für gottesdienstliche Versammlungen und zum Schutz in Veranstaltungen in der EKHN

Das Land Hessen hat  zum 22.Juli 2021 die Landesverordnung an die derzeitige Situation angepasst und geändert.

Die Corona-Virus Schutzverordnung gilt vom 22. Juli bis 19. August 2021.

 

Für den Bereich kirchlichen Lebens ändern sich u.a. die Höchstzahl von Teilnehmenden von Veranstaltungen und die Vorgaben bezüglich der Nachweispflicht durch Negativnachweis.

Darüber hinaus kann wie in Rheinland-Pfalz nun auch in Hessen bei Gottesdiensten und Veranstaltungen der Mindestabstand dadurch eingehalten werden, dass Sitzplätze im Schachbrett-Muster vergeben werden.

Dabei bleibt in jeder Sitzreihe jeder zweite Sitzplatz frei; in der Reihe davor und dahinter werden die Plätze entsprechend versetzt vergeben.

Die Obergrenze der Teilnehmenden kann sich dementsprechend erhöhen.

 

Es wird keine Angabe mehr zum Zusammensitzen von Hausständen oder Personen mit Negativnachweis gemacht.

Für Taufen und Trauungen bleibt die Regelung des Krisenstabs, dass neben der Schachbrett-Sitzordnung auch die Möglichkeit besteht, dass Familien in „Familieninseln“ zusammensitzen und nur zwischen den Familien Abstände bestehen. Dies gilt nur dann, wenn alle Teilnehmenden geimpft, genesen oder negativ getestet sind.

 

In regulären Gottesdiensten können Personen eines Hausstandes weiterhin zusammensitzen. Diese Sitzplätze sollten extra ausgewiesen werden. Alle anderen Personen können in der versetzten Schachbrett-Anordnung sitzen. Es gilt keine Nachweispflicht.

 

Weitere Änderungen entnehmen Sie bitte den weiter unten zum Download zur Verfügung gestellten Grundsätzen.

 

Neben der Landesverordnung gilt das Eskalationskonzept des Landes Hessen mit Stand vom 19.7.2021. Es sieht vor, dass Landkreise bei erhöhter Sieben-Tage-Inzidenz (über 35) Einschränkungen machen können, so z.B. bei der Anzahl der Teilnehmenden von Veranstaltungen oder indem der Negativnachweis bei Veranstaltungen wieder verpflichtend wird.

Landkreise sollen für die Einschränkungen abschätzen, ob es sich um ein diffuses, nicht klar eingrenzbares Infektionsgeschehen handelt oder eng lokalisiert und klar eingrenzbar ist.

Neben den Grundsätzen gelten also bei erhöhter Inzidenz auch die in dem jeweiligen Landkreis erlassenen Einschränkungen.

 

Weiter unten finden sie:

 

  • „Grundsätze zum Schutz der Gesundheit vor einer SARS COV 2-Infektion in Gottesdiensten, Versammlungen und Veranstaltungen von Kirchengemeinden, Dekanaten und Einrichtungen in der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau – Gebietsteil Hessen“, Stand: 22.07.2021

 

 

Alle Informationen sind auch auf der Homepage der EKHN unter https://unsere.ekhn.de/themen/infos-corona-pandemie.html abrufbar. Unter corona@ekhn.de können Sie weiter Fragen stellen oder Anregungen geben. 

Download
2021-07-22 Grundsätze Hessen.pdf
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Liebe Leserin, lieber Leser!

 

Angesichts der Handlungsempfehlungen der Bundesregierung sowie der Kirchenleitung der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau teilt das Evangelische Dekanat Büdinger Land mit:


Die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau informiert auf der Webseite www.ekhn.de/corona über Handlungsempfehlungen für die kirchliche Praxis. Der Dekanatssynodalvorstand und die Dekanin Sabine Bertram-Schäfer bitten alle Kirchengemeinden und haupt- und ehrenamtlich Mitarbeitenden um Beachtung.

 

Inwieweit Veranstaltungen oder Angebote in Ihrer Evangelischen Kirchengemeinde betroffen sind, entnehmen Sie bitte den jeweiligen Internetseiten oder erfragen dies bei den entsprechenden Ansprechpartner*innen. Um Missverständnisse über das Stattfinden von Veranstaltungen zu vermeiden, ist unser Veranstaltungskalender in den kommenden Wochen geschlossen.

Wir hoffen sehr auf Ihr Verständnis und wünschen Ihnen Gottes segnende und ermutigende Begleitung in den kommenden Tagen!

 

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VERANSTALTUNGEN


Sonntag, 01.08.2021, 18 Uhr  Konzert für Sopran, Violoncello und Orgel

Love Songs- Alles was ihr tut, soll in Liebe geschehen, so steht es im 1. Korintherbrief 16, Vers 14 und unter diesem Motto steht das Konzert am Sonntag, den 01.08.2021 um 18 Uhr in der Ev. Stadtkirche Nidda. Im Zentrum des Konzertes stehen Werke von Henry Purcell, Heinrich Schütz, Rheinberger,u.a.

Es gibt neben Henry Purcell kaum einen zweiten Komponisten in der Musikgeschichte, der es in so genialer und einfühlsamer Weise verstand, die englische Sprache zu vertonen.

Henry Purcell hatte ein reiches ,wenngleich nicht gerade langes ( er starb, wie Mozart mit 36) Leben als anerkannter Komponist und schrieb unglaublich schöne, oft tief bewegende Musik. Es ist, wenn man so will, Volksmusik im besten Sinne: ganz simpel ungeheuer raffiniert gemacht, direkt aufs Herz zielend. Musik die von Herz zu Herz geht.

Der wunderbar schlanke, leichte und engelsgleiche Sopran von Katharina Jost passt perfekt zu Purcells Liedern. Einfühlsam wird sie begleitet von Torsten Oehler am Violoncello und Katrin Anja Krauße an der Orgel.  Auch der Gießener Cellist,Torsten Oehler, ist in Nidda kein Unbekannter, schon oft hat er in den vergangenen Jahren in Nidda konzertiert und wird das Programm mit einfühlsamen, wunderbaren Werken für Violoncello und Orgel abrunden.

 

 

Eintritt  ist frei! Anmeldung erbeten unter: Telefon: 0171-9513365  oder unter katrin.krausse@dekanat-buedinger-land.de 


Liebe Leserin, lieber Leser!

Inwieweit Veranstaltungen oder Angebote in Ihrer Evangelischen Kirchengemeinde von Maßnahmen bezüglich Corona betroffen sind, entnehmen Sie bitte den jeweiligen Internetseiten oder erfragen dies bei den entsprechenden Ansprechpartner*innen. Um Missverständnisse über das Stattfinden von Veranstaltungen zu vermeiden, ist unser Veranstaltungskalender in der kommenden Zeit geschlossen.

Wir hoffen sehr auf Ihr Verständnis und wünschen Ihnen Gottes segnende und ermutigende Begleitung in den kommenden Tagen!"


Link zur Veranstaltung:

Zoom-Meeting beitreten
https://zoom.us/j/95029223234?pwd=NHp3ZG9Rd01TVFh4ZUl0V21PZ2xRUT09

Meeting-ID: 950 2922 3234 Kenncode: 202854




Der DSV des Dekanates Büdinger Land - Nidda, im September 2019

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Unser Jahresthema 2020


NACHRICHTEN


Foto: Gert Holle
Foto: Gert Holle

Gedanken zum Sonntag – 01.08.2021

Every Day is #Roma-Day!

Foto: Gert Holle
Foto: Gert Holle

Von Martin Schindel

 

Der 2. August ist ein bislang nur wenig bekannter Gedenktag: 2015 rief das Europäische Parlament diesen Tag zum „Europäischen Holocaust-Gedenktag für die Roma“ aus. Dieses Datum wurde gewählt, weil am 02.08.1944 die SS die letzten etwa 3.000 Menschen, die im sog. „Zigeuner-Familienlager“ in Auschwitz-Birkenau eingepfercht waren, in die Gaskammern trieb. Während der NS-Diktatur wurde etwa ein Viertel der europäischen Roma ermordet, über 500.000 Menschen.

 

Auch wenn der Name ein wenig unglücklich bestimmt wurde – auf Romanes wird zumeist vom „Porajmos“ gesprochen, wenn der Massenmord an den Roma gemeint ist -, so ist doch das Anliegen klar und bis heute dringend: Es muss erinnert werden an die Ausgrenzung, die in unseren Dörfern und Städten mit dem aufkommenden Nationalsozialismus keineswegs begann, und die 1945 keineswegs endete.

 

Ich kenne in unserer Region kein einziges Denkmal, keine einzige Plakette an einem Haus, keine einzige historische Publikation über die Entrechtung und Verfolgung der Roma. Dabei wurden durchaus auch aus Wetterau und Vogelsberg Einzelpersonen und ganze Familien deportiert und ermordet, beispielsweise die Familie Marschall. Diese hatte in Usenborn gelebt, in einem sehr ärmlichen, winzigen Haus, das heutzutage nicht mehr steht.

 

Der älteste Sohn Wilhelm wurde von der GeStaPo Darmstadt ins KL Flossenbürg eingeliefert, von dort zum KL Dachau verbracht und schließlich in einem Außenlager des KL Mauthausen ermordet. Seine Mutter und die beiden Geschwister wurden eines Nachts abgeholt, ins „Zigeuner-Familienlager“ Auschwitz deportiert und dort ermordet. In Usenborn selbst gibt es keinerlei Akten oder Hinweise mehr auf Familie Marschall; einige wenige Angaben sind in den „Arolsen Archives“ zu finden.

Ich vermute, dass in zahlreichen Ortschaften Ähnliches geschah – es würde mich freuen, wenn in Kirchengemeinden historisch interessierte Menschen sich daran machen würden, auch diesen Aspekt der Geschichte ihres Ortes zu erforschen. Viele der Roma, die hier lebten, waren übrigens Mitglieder der jeweiligen katholischen Kirchengemeinden; möglicher Weise hilft schon eine Suche in den Kirchenbüchern? Gibt es vielleicht noch heute lebende Nachfahren, die man befragen kann?

 

Im „Bündnis für Solidarität mit den Sinti und Roma Europas“ sind auch kirchliche Organisationen, beispielsweise die Diakonie, Mitglied geworden. Das Bündnis hat sich zur Aufgabe gestellt, auf die Situation der Sinti und Roma hinzuweisen, über den Alltagsrassismus ihnen gegenüber hinzuweisen und den Anti-Ziganismus zu bekämpfen. Ein Engagement von Kirchengemeinden in diesem Sinne ist mir ein besonderer Wunsch für die kommende Woche.

 

Martin Schindel, Pfarrer in Ortenberg, Bergheim und Usenborn


Verkauft den Sonntag nicht.

In diesem Jahr wurden diverse verkaufsoffene Sonntage aufgrund von Gerichtsurteilen abgesagt, auch in Hessen. Warum das so ist, erklärt der Film in drei Minuten. Er zeigt Kriterien für die Prüfung der Rechtmäßigkeit von Sonntagsöffnungen.


Seelsorge ist Kirche



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