Wolken am Himmel angestrahlt von untergehender Sonne. © Birgit Arndt / fundus.media

Himmlische Impulse

Gedanken zum Sonntag

Rückblick

von Leroy Pfannkuchen
für den 31. Dezember 2025 – Silvester

Schon wieder ist ein Jahr rum und egal ob im Radio, im Fernsehen oder in den sozialen Medien sehen wir ein ähnliches Format: den Rückblick.

Dabei werden entweder die besten Lieder, Filme, Bilder oder Ereignisse des vergangenen Jahres, Jahrzehnts oder sogar Jahrhunderts betrachtet und bewertet. Welche haben sich gehalten? Welche haben mittlerweile an Bedeutung verloren? Und welche Ereignisse sind vielleicht zu historischen Meilensteinen geworden?

Der Rückblick ist nicht nur eine gute mediale Verarbeitung des Jahres, er ist für uns Menschen seelisch auch notwendig. Um etwas Neues zu beginnen, muss ich zuerst das Alte abschließen.

Der Rückblick hilft uns dabei, Dinge, die wir erlebt haben, vielleicht noch einmal neu einzuordnen oder abzulegen. Dinge, die wir in guter Erinnerung haben, nehmen wir noch einmal hervor und erinnern uns zurück. Dinge, die uns eher schmerzen oder die wir mit negativen Gefühlen verbinden, können wir noch einmal hervorholen und prüfen, ob der Schmerz sich gelegt hat, ob die Erinnerung auf den „Dachboden“ darf oder ob mich der Schmerz vielleicht noch begleitet.

2025 eignet sich dazu besonders gut, diese Erinnerungen noch einmal hervorzuholen, weil das Jahr mit seiner Jahreslosung uns dazu einlädt:

Prüft alles und behaltet das Gute!
(Thessalonicher 5,21)

Denn das Gute lassen wir im Rückblick gerne unter den Tisch fallen, wenn wir uns erinnern und zuerst all die Momente kommen, in denen wir verletzt worden sind. Dabei ist es gerade das Gute, das uns helfen kann, Verletzungen zu ertragen oder sogar damit fertig zu werden. Um mit leichtem (oder leichterem) Herzen in das neue Jahr zu starten.

Also nehmen Sie sich vielleicht etwas Zeit und machen Sie einmal einen Jahresrückblick auf Ihr 2025 und schauen Sie:

Was hat mir in diesem Jahr wirklich gutgetan?

Wo habe ich mich gefreut oder sogar anderen Menschen eine Freude gemacht?

Worauf freue mich vielleicht 2026?

Mit dem neuen Jahr vor der Tür und dem alten Jahr schon fast an seinem Ende, hoffe ich, Sie können in Ihrem Rückblick viele Momente entdecken, die Ihnen Freude machen, Sie zum Lachen brachten, oder wo Sie glücklich waren.

Und hoffe, dass Ihr nächstes Jahr bereits jetzt schon viel Gutes für Sie bereithält!

Ich wünsche Ihnen allen daher einen gesegneten und guten Rutsch in das neue Jahr.

Leroy Pfannkuchen ist Pfarrer im Nachbarschaftsraum Ev. Kirche in den Auen

Auf einem Tisch liegen eine Bibel und ein Block. Man sieht zwei Hände, die einen text schreiben.Tobias Frick/fundus-medien.de

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