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Evangelischen Dekanates

Büdinger Land





VERANSTALTUNGSKALENDER

Januar 2017



28. Januar - 19:30 Uhr

Blackfade in Ober-Schmitten

Februar 2017


5. Februar - 17:00 Uhr

Junior Brass im DGH Eichelsdorf




REFORMATIONSJUBILÄUM 2017

Foto: Gert Holle
Foto: Gert Holle
  • Worum es geht
  • Theologische Impulse
  • Material
  • Piff-paff: 500 Jahre Reformation per zauberhafter Zeitreise erklärt
  • Reformationssommer 2017
  • EKD-Dossier: Überblick über wichtige Stationen und Veranstaltungen
  • Reformation heute: Sozialethische Schriftenreihe zum 500. Jubiläum der Reformation
  • EKHN: Informationen zur Reformationsdekade (besonders für Gemeindebriefredaktionen geeignet)
  • Nachrichten

 



NACHRICHTEN


Foto: Gert Holle
Foto: Gert Holle

 

REFORMATIONSJUBILÄUM

Impulse, Ausstellungen Beiträge

Kurznachrichten

 

FESTAKT

"Martin Niemöller gehört zu Hessen"

Bericht

 

RANSTADT
"Die Kirche ist ein Heimatort"

 

HIRZENHAIN

Sänger werden Kompositionen gerecht

Bericht

 


Gedanken zum Sonntag - 22.01.2017

Festnachlese

Foto: Gert Holle
Foto: Gert Holle

 

 

 

von Friedrich Fuchs

 

 

 

Weihnachten ist geschafft, dachte ich. Denkste. In der Abverkaufskiste bei Moni lag neben diversen Nikoläusen-zum-halben-Preis noch ein Adventskalender. Den hätte ich für geschenkt kriegen können. Ich lehnte dankend ab und erfuhr, dass Thomas ihn gestern auch schon nicht wollte. Er hätte aber das Bild vorne drauf in hohen Tönen gelobt. Dürer-like sei es. Außerdem hätte er ein paar grundsätzliche Bemerkungen über Kitsch und Zeitgeist abgelassen. Zuletzt wäre er noch über Prinzessin Lillifee und die rosa Einhörner hergezogen. Ich tat erstaunt und betroffen, hielt mich aber ansonsten zurück.

 

 

 

Nachher ist mir ein eigener Adventskalender in den Sinn gekommen. Den habe ich dann aber aufgegeben. Ich dachte, er könnte folgendermaßen aussehen: Vorne ist ein Wimmelbild zur biblischen Weihnachtsgeschichte mit komplettem Personal und der ganzen Handlung. Die Hauptpersonen sind sogar ein paarmal drauf, weil sie ja dauernd vorkommen. Das besondere besteht darin, dass hinter jedem Türchen ein Bild mit Gegenwartsbezug ist. Man sucht sich die Zahl, findet sie bei einer bestimmten Szene, klappt auf und bekommt fett die Wirklichkeit.

 

 

 

Hinter dem Kaiser Augustus ist zum Beispiel ein Gruppenfoto heutiger Staatsoberhäupter. In der hinteren Reihe oben stehen die ganz Mächtigen, etwa die Präsidenten der Großmächte. Es folgen verschiedene Diktatoren und ein selbsternannter Kalif. Ein 93jähriger Diktator liegt im Pflegebett und versichert, dass ihn in diesem Jahr sein Volk wieder wählen muss. Mittlere und kleine Potentaten, Stammesfürsten und Warlords stehen dabei. Andere hocken vorne beinahe niedlich auf dem Boden, so wie man kleine Kinder bei Hochzeitsgesellschaften drapiert.

 

 

 

Der Statthalter Quirinius ist Bereichsleiter des globalen Zensus. Er steht bei mir für das, was wir den gläsernen Menschen nennen. Bei ihm gibt es Abhörantennen, Geheimdienste, NSA, Trojaner und vielfältige andere Instrumente für das Ausspionieren.

 

 

 

Die Reise nach Bethlehem weist auf bürokratische Verdrüsse. Ohne den Befehl der Obrigkeit hätten sich Joseph und die schwangere Maria niemals der Mühsal ausgesetzt. Ich denke mir eine hiesige Bushaltestelle. Zwei Leute stehen dort: der junge Hamed Altoren aus Al Tabiyah Shamyyah am Euphrat und die alte Lina, die ihr ganzes Leben im Ort war. Beide haben in der Kreisstadt eine dringliche Behördenangelegenheit. Lina kann den Fahrplan nicht lesen wegen ihrer Augen. Hamed kann es wegen mangelnder Deutschkenntnisse auch nicht.

 

 

 

Zum Grausamen der Weihnachtsgeschichte gehört die Ermordung der bis Zweijährigen in und um Bethlehem auf Befehl des Königs Herodes. Ein Bild, das wochenlang durch die Medien ging, hat etwas davon: der ertrunkene kleine Junge am Strand von Bodrum. Oder die Toten im Bataclan, bei Charlie Hebdo, auf der Promenade in Nizza, auf dem Berliner Weihnachtsmarkt oder beinahe täglich im Irak, Iran, in Pakistan, Afghanistan und anderswo.

 

 

 

Wegen Negativitätsüberfluss betreibe ich mein Adventskalenderprojekt derzeit nicht weiter. Der heutige Horror taugt nicht als Intro für Festgefühle. Einen Gedanken will ich aber doch noch loswerden. Dann ist Schluss. Wo vorne die Krippe mit heiliger Familie, Ochse und Esel ist, sollte das Doppeltürchen mit der Nummer 24 sein. Dahinter ist exakt das gleiche zu sehen. Nur an der Wand hängt noch ein Kreuz.

 

 

 

Friedrich Fuchs

 

(Pfarrer in Aulendiebach, Rohrbach und Wolf)

 


Verkauft den Sonntag nicht.

In diesem Jahr wurden diverse verkaufsoffene Sonntage aufgrund von Gerichtsurteilen abgesagt, auch in Hessen. Warum das so ist, erklärt der Film in drei Minuten. Er zeigt Kriterien für die Prüfung der Rechtmäßigkeit von Sonntagsöffnungen.


ev.KOMPAKT: Filme erklären Reformation, Bibel auf Briefmarke, Unwort Volksverräter


Seelsorge ist Kirche


AUSBLICK





Weltgebetstag 2017: Philippinen