Herzlich Willkommen

auf der Homepage des

Evangelischen Dekanates

Büdinger Land



Foto: Kai Fuchs
Foto: Kai Fuchs

Stand: 06. Mai 2020

Grundsätze zum Schutz der Gesundheit in gottesdienstlichen Versammlungen und Rahmenbedingungen für ein Infektionsschutz-Konzept vor Ort in der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau

 

Die Empfehlungen zur Erstellung von Schutzkonzepten für gottesdienstliche Versammlungen vom 28. April wurden an einigen Stellen überarbeitet.

 

Der Krisenstab bitte darum, sich bei der Erstellung eines Schutzkonzeptes der Gemeinde an dieser Version zu orientieren.

 

Wenn wir in unseren Kirchen jetzt nach und nach wieder damit beginnen, Gottesdienste zu feiern, müssen dabei Maßnahmen zum Infektionsschutz ergriffen werden. Gottesdienste werden deshalb nicht in der gewohnten Form gestaltet werden können. Leitgedanke dabei ist, Abstand zu halten und in überschaubaren Gruppen zu feiern. Niemand soll sich infizieren. Wir müssen alles uns Mögliche tun, um aufeinander zu achten und uns gegenseitig zu schützen. Der Auftrag, unsere Nächsten und uns zu schützen, gehört zum Wesen unseres  Glaubens an den dreieinigen Gott.

 

Die Möglichkeit, in den Kirchen oder an anderen Versammlungsorten Gottesdienste zu feiern, bedeutet keine Verpflichtung. Jede Gemeinde muss vor Ort prüfen, ob sie so Gottesdienste feiern kann und will. Nicht in jeder Kirche muss gleich wieder Gottesdienst gefeiert werden.

 

Wir empfehlen, sich regional abzustimmen. Das Dekanat soll informiert werden. Es ist nach wie vor sinnvoll und gut, die gegenwärtig genutzten Wege, Gottesdienste in medialer Gemeinschaft zu feiern (z.B. durch Streamingangebote) fortzuführen bzw. weiterzuentwickeln, besonders auch für diejenigen, die (noch) nicht zum Gottesdienst kommen wollen oder können. In den Kirchen kann ein Einstieg mit kürzeren Gottesdienstformen helfen, schrittweise Erfahrungen mit der neuen Gottesdienstsituation zu sammeln.

 

Die Landesregierungen Hessen und Rheinland-Pfalz haben die Wiederaufnahme von Gottesdiensten ab dem 1. Mai 2020 gestattet. Die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau hat sich ihrerseits verpflichtet, die erforderlichen Auflagen verbindlich einzuhalten. Grundlage dazu sind die „Eckpunkte einer verantwortlichen Gestaltung von Gottesdiensten in den Gliedkirchen der Evangelische Kirche in Deutschland“ vom 24. April 2020.

 

Für das Schutzkonzept der EKHN gelten folgende Grundsätze und Rahmenbedingungen, die in Abständen an die Situation angepasst werden. Die Maßnahmen sollen alle, die den Gottesdienst feiern, schützen. Auch wenn vieles ungewohnt und vermutlich auch irritierend sein wird, vertrauen wir darauf, dass Gottes Wort wirkt und Menschen stärkt.

 

 

 

1. Öffentliche Gottesdienste an Sonn- und Feiertagen werden in Kirchen oder unter freiem Himmel gefeiert, nur unter Voraussetzung ihrer Eignung in sonstigen Gottesdiensträumen.

 

2. Die Teilnahme an Gottesdiensten wird auf eine den Abstandsregelungen entsprechende Höchstzahl von Personen beschränkt. Diese ergibt sich aus einer Markierung der möglichen Sitzplätze, die nach allen Seiten einen Mindestabstand von 1,5 Metern, besser von 2 Metern sicherstellt (weitergehende Regelung für Rheinland-Pfalz s.u.). Personen, die in einem Hausstand leben, können nebeneinander sitzen.

 

3. Die Vermeidung von Warteschlangen, die Wahrung des Abstands beim Betreten und Verlassen der Kirche und beim Aufsuchen der Plätze sowie die Einhaltung der ermittelten Höchstzahl an Personen wird durch geeignete Maßnahmen sichergestellt.

 

4. Weitere Hygienemaßnahmen:

 

- Das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung wird dringend empfohlen. Wir empfehlen dies für alle Gottesdienste auf dem Gebiet der EKHN, auch wenn die Länderregelungen in Rheinland-Pfalz und Hessen unterschiedlich sind. (In Rheinland-Pfalz ist dies vorgeschrieben, in Hessen wird auf die diesbezüglichen Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts verwiesen.) Liturgisch handelnde Personen – i.d.R. ohne Maske – sollen ausreichenden Abstand zu anderen Personen halten (Empfehlung: mindestens 4 Meter) oder Plexiglasschutz nutzen.

 

- Vom gemeinsamen Singen der Gemeinde und von der Mitwirkung von Chören, Posaunenchören und größeren Instrumentalensembles ist abzusehen. Sologesang und das Spielen eines einzelnen Instrumentes ist in ausreichendem Abstand zu anderen Personen  möglich. Es sollen folgende Abstände der Musiker*innen untereinander und zur Gemeinde eingehalten werden: Sologesang 6 Meter, Soloblasinstrumente 4 Meter, alle anderen Instrumente 2 Meter.

 

Das Musizieren eines kleinen Ensembles (bis zu fünf Personen) wird aktuell zwar nicht empfohlen; wenn dies im Ausnahmefall doch gewünscht ist, müssen die räumlichen Gegebenheiten ausreichend sein, um die Einhaltung der o.g. Abstände für alle Mitglieder des Ensembles zu ermöglichen.

 

- Emporen werden nicht genutzt, mit Ausnahme von Mitwirkenden im Rahmen der musikalischen Gottesdienstgestaltung. Für sie gelten dieselben Abstandsregelungen wie oben genannt.

 

- Zum Mitverfolgen von Ablauf oder Texten sind Blätter möglich. Die Projektion per Beamer wird – sofern möglich – empfohlen. Gesangbücher werden nicht genutzt.

 

- Auf Körperkontakt wird verzichtet (kein Friedensgruß per Handschlag, keine Handauflegung zum Segen, keine Begrüßung oder Verabschiedung mit Handkontakt oder Umarmen etc.).

 

- Die Kollekte wird nur am Ausgang kontaktlos gesammelt.

 

- Nach jedem Gottesdienst werden Türgriffe und Handläufe desinfiziert. Falls in zeitlicher Nähe ein weiterer Gottesdienst stattfindet oder die Kirche zum stillen Gebet geöffnet wird, müssen auch Bänke und Sitzflächen gereinigt werden.

 

- Im Eingangsbereich der Kirche werden Desinfektionsmittel bereitgestellt. Waschbecken werden – wo möglich – zugänglich gemacht.

 

- Eventuelle Infektionsketten sollen nachvollzogen werden können.

 

5. Abendmahlsfeiern bergen besondere Infektionsrisiken. Von ihnen wird vorerst abgeraten. Nach evangelischem Verständnis ist ein Gottesdienst ohne Abendmahl keine Minderform des Gottesdienstes, weil Christus auch im Wort ganz gegenwärtig ist. Sollte das Abendmahl – bei besonderem Anlass – dennoch gefeiert werden, sind besondere Hygienemaßnahmen zu beachten (s.u.).  

 

6. Die Durchführung von Kindergottesdiensten orientiert sich an der Öffnung von Kindertagesstätten und Grundschulen. Im Falle der Wiederaufnahme sind hier entsprechende Regelungen zu Abstand und Hygiene festzulegen.

 

7. Für Trauergottesdienste gelten die gleichen hygienischen Sicherheitsbestimmungen in Kirchen wie für die Gottesdienste an Sonn- und Feiertagen. Beerdigungen am Grab richten sich nach den Regelungen, die durch die zuständigen Behörden vorgegeben sind.

 

8. Für Taufen und Trauungen gelten die gleichen Rahmenbedingungen wie für Gottesdienste an Sonn- und Feiertagen. Es wird grundsätzlich empfohlen, Taufen in eigenen Gottesdiensten zu feiern.

 

9. Auch für Konfirmationen und andere besondere Gottesdienste gelten – sofern die örtlichen Verhältnisse dies überhaupt ermöglichen (z.B. große Kirche, wenige Konfirmand*innen, kleine Gottesdienstgemeinde) – die gleichen Rahmenbedingungen wie für Gottesdienste an Sonn- und Feiertagen. Die Form der Feiern muss an diese Rahmenbedingungen angepasst werden, sofern sich nicht eine (weitere) Verschiebung nahelegt. Auch hier kann das Streamen von Gottesdiensten eine mediale Teilnahme weiterer Personen ermöglichen. Ordinationen werden vorerst verschoben.

 

10. Von der Möglichkeit, Sonn- und Feiertagsgottesdienste im Freien (z.B. Himmelfahrt; Pfingsten) zu feiern, kann unter Berücksichtigung der Abstands- und Hygienebestimmungen und unter Beachtung der regionalen Versammlungsbeschränkungen Gebrauch gemacht werden. Auch hier sollte eine Mund-Nasen-Bedeckung getragen werden.

 

11. Der Kirchenvorstand erstellt und beschließt das konkrete Schutzkonzept für die jeweilige Kirche und entscheidet auf dieser Grundlage, wann wieder zum Gottesdienst in die Kirche eingeladen wird. Die vor Ort getroffenen organisatorischen und baulichen Maßnahmen werden dokumentiert. Nur auf der Grundlage eines Schutzkonzeptes kann – wie es für andere Bereiche gesellschaftlichen Lebens auch gilt – wieder Gottesdienst gefeiert werden. Mit der Aufstellung eines Schutzkonzeptes und der Festlegung, wer jeweils für die Einhaltung der Schutzmaßnahmen zuständig ist, wird der Kirchenvorstand seiner Verantwortung gerecht.

 

12. Darüber hinaus gelten je nach Bundesland spezifische Regelungen.

 

 

Für Hessen (Stand vom 29.04.2020):

 

Aushänge zu den erforderlichen Abstands- und Hygienemaßnahmen müssen gut sichtbar angebracht werden.

 

Das Zentrum Verkündigung stellt zur Unterstützung der Gottesdienstgestaltung unter diesen Rahmenbedingungen eine Orientierung mit Hinweisen zur Feier des Gottesdienstes  sowie Vorschläge für kürzere Gottesdienstformen und die Feier des Abendmahls bereit (www.zentrum-verkuendigung.de).

Muster für ein Schutzkonzept der Kirchengemeinden und weitere Materialien sind unter https://unsere.ekhn.de/themen/infos-corona-pandemie.html zu finden.

 

 

 

Herausgegeben vom Krisenstab der EKHN, 6. Mai 2020

 

Kontakt:

 

corona@ekhn.de

 

Download
Schutzkonzept für Gottesdienste
01_2020-05-06 Schutzkonzept für gottesdi
Microsoft Word Dokument 27.9 KB

Download
Checkliste Mitarbeitende Gottesdienste
04_2020-05-06 Checkliste-Mitarbeitende-G
Microsoft Word Dokument 15.4 KB
Download
Muster-Entwurf für ein Schutzkonzept Kirchengemeinde für die Wiederaufnahme von Gottesdiensten
02_2020-05-06 Muster-Entwurf für ein Sch
Microsoft Word Dokument 3.8 MB

Download
Vorlage Gottesdienstregeln Plakate Handzettel
06_2020-05-06 Vorlage_Gottesdienstregeln
Microsoft Word Dokument 906.2 KB
Download
Orientierung und Hinweise für die Feier von Gottesdiensten
03_2020.05.06 Orientierung und Hinweise
Microsoft Word Dokument 87.6 KB



Evangelische Feiern im Fernsehen und Hörfunk

 

Übertragungen von Gottesdiensten an Pfingsten

 

 

Eine ganze Reihe von evangelischen Gottesdiensten und Andachten werden am kommenden Pfingstwochenende wieder von den öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten übertragen. Die Radio- und Fernsehprogramme machen es möglich, zuhause Gottesdienste mitzufeiern und die Verkündigung der Pfingst-Botschaft am Sonntag, 31. Mai, und Montag, 1. Juni, zu hören und zu sehen.

 

 

 

In der Ankündigung zum Fernsehgottesdienst im Ersten an Pfingstsonntag heißt es: „Die Pfingstgeschichte der Bibel erzählt von verängstigten und traumatisierten Menschen, die ihre Türen verriegeln und ihre Häuser nicht mehr verlassen. Sie haben das Trauma der Kreuzigung erlebt und trauen nicht ganz ihren Erfahrungen von Ostern. In Zeiten der Corona-Pandemie spricht dieser alte Text eine moderne Sprache.“ Mehr moderne Formen der Pfingstgeschichte gibt es im Radio zu hören.

 

 

Pfingstsonntag, 31. Mai

 

 

FERNSEHEN

 

Das Erste/ARD, SWR Fernsehen, SR Fernsehen

 

Pfingstsonntag, 31. Mai, 10:00 Uhr – 11.00 Uhr

 

Evangelischer Gottesdienst zu Pfingsten. Übertragung aus St. Egidien in Nürnberg

 

Predigt und Liturgie: Regionalbischof Stefan Ark Nitsche, Clara Jantos und Gerd Kötter (Musik)

 

 

 

HÖRFUNK

 

 

Bayern 1

 

Pfingstsonntag, 31. Mai, 10:00 Uhr bis 11.00 Uhr

 

Evangelischer Gottesdienst zu Pfingsten. Live aus der Kirche St. Egidien in Nürnberg

 

Liturgie und Predigt: Regionalbischof Stefan Ark Nitsche

 

 

hr 4

 

Pfingstsonntag, 31. Mai, 10.05 Uhr bis 11.00 Uhr

 

Evangelischer Gottesdienst aus der Stadtkirche Melsungen

 

Mit Dekan Norbert Mecke und hr4-Moderator Hermann Hillebrand

 

 

 

Deutschlandfunk

 

Pfingstsonntag, 31. Mai, 10.05 Uhr

 

Evangelischer Gottesdienst. Übertragung aus dem St. Petri Dom in Bremen

 

Predigt: Pastorin Ingrid Witte

 

 

 

Pfingstmontag, 1. Juni

 

 

HÖRFUNK

 

 

hr1

 

Pfingstmontag, 1. Juni, ca. 7.45 Uhr bis 7.55 Uhr

 

SONNTAGS- UND FEIERTAGSGEDANKEN

 

Mit Dekan Norbert Mecke, Melsungen (Ev.)

 

 

 

hr2

 

Pfingstmontag, 1. Juni, 7.30 Uhr bis 8.00 Uhr

 

MORGENFEIER

 

Mit Pfarrer Dr. Willi Temme, Kassel

 

 

 

WDR 5, NDR Info

 

Pfingstmontag, 1. Juni, 10.00 Uhr

 

Evangelischer Gottesdienst. Übertragung aus der Melanchthon Kirche in Köln-Zollstock

 

Predigt: Pfarrer Oliver Mahn

 

 

 

hr 4

 

Pfingstmontag, 1. Juni, 10.05 Uhr bis 11.00 Uhr

 

Ökumenischer Gottesdienst aus der Seminarkirche der Hochschule Sankt Georgen in Frankfurt

 

Mit Pfarrerin Anne-Katrin Helms und Pater Dr. Ansgar Wucherpfennig

 

 

 

*****************

 

Kirchliche Sendungen und Gottesdienste in der ARD

 

https://programm.ard.de/TV/Themenschwerpunkte/Kirche-und-Religion/Fernsehgottesdienste/Startseite

 

 

 

Gottesdienste im ZDF

 

https://www.zdf.fernsehgottesdienst.de/

 

 

 

Kirche im hr

 

https://www.kirche-im-hr.de/

 


Eckpunkte einer verantwortlichen Gestaltung von Gottesdiensten in den Gliedkirchen der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) - 24.04.2020

Download
Eckpunkte_verantwortliche_Gestaltung_von
Adobe Acrobat Dokument 54.6 KB

Gemeinsam beten

Täglich um 19.00 Uhr

 

In Zeiten, in denen wir nicht mehr in unseren Kirchen zusammenkommen können, suchen wir in der evangelischen Kirche nach anderen Möglichkeiten, gemeinschaftlich unseren Glauben zu leben.

Jeden Abend um 19.00 Uhr läuten deshalb an vielen Orten unserer Landeskirche und in unserem Dekanat die evangelischen Kirchen ihre Glocken zum gemeinsamen Hausgebet. Viele stellen auch eine Kerze in ein Fenster oder auf den Balkon.
Wir möchten Sie hiermit herzlich einladen, während des Glockenläutens Ihr persönliches Gebet zu formulieren oder das Vaterunser mitzusprechen.

***********************

 


Corona-Virus

Corona-Virus: Maßnahmen, Infos, Aktuelles

Foto: Peter Bernecker /ekhn
Foto: Peter Bernecker /ekhn
   
 

Liebe Leserin, lieber Leser!

 

Angesichts der Handlungsempfehlungen der Bundesregierung sowie der Kirchenleitung der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau teilt das Evangelische Dekanat Büdinger Land mit:


Die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau informiert auf der Webseite www.ekhn.de/corona über Handlungsempfehlungen für die kirchliche Praxis. Der Dekanatssynodalvorstand und die Dekanin Sabine Bertram-Schäfer bitten alle Kirchengemeinden und haupt- und ehrenamtlich Mitarbeitenden um Beachtung.

 

Inwieweit Veranstaltungen oder Angebote in Ihrer Evangelischen Kirchengemeinde betroffen sind, entnehmen Sie bitte den jeweiligen Internetseiten oder erfragen dies bei den entsprechenden Ansprechpartner*innen. Um Missverständnisse über das Stattfinden von Veranstaltungen zu vermeiden, ist unser Veranstaltungskalender in den kommenden Wochen geschlossen.

Wir hoffen sehr auf Ihr Verständnis und wünschen Ihnen Gottes segnende und ermutigende Begleitung in den kommenden Tagen!

 

****************

 

Dekanin Sabine Bertram-Schäfer informiert - Stand 2.04.2020

Liebe Brüder und Schwestern,

nach einem Gespräch der Dekan*innen Oberhessens mit der Kirchenleitung gibt es einige Informationen, die ich Ihnen gerne weitergeben möchte:

 

1.     Impulspost und Sonderbeilage in den Zeitungen

 

In der nächsten Woche wird die Impulspost von der EKHN verschickt. In seinem Brief an die Mitglieder unserer Kirche wird Kirchenpräsident Dr. Volker Jung auf die Coronakrise eingehen. Diese Post ist auch als Gruß zu Ostern zu verstehen. Darüber hinaus hat sich unsere Landeskirche an der Sonderaktion von Chrismon beteiligt. In allen Zeitungen wird in der nächsten Woche eine Sonderbeilage eingelegt. Ich habe Sie Ihnen bereits als pdf in der Anlage beigefügt.

 

Ebenfalls habe ich Ihnen eine biblische Reise zwischen Palmsonntag und Ostermontag als Anlage beigelegt. Diese war auf der Homepage der EKHN zu finden. Auf unserer Homepage finden Sie auch weitere Anregungen. https://www.dekanat-buedinger-land.de/

 

2.     Offene Kirchen

 

Ich möchte noch einmal darauf hinweisen, dass wir sehr behutsam mit unseren Offenen Kirchen gerade zu Ostern umgehen müssen. Wenn Sie auf die Offenen Kirchen hinweisen, dann geben Sie bitte einen weiten Zeitraum an (z.B. von 10 -18 Uhr) und weisen durch ein Hinweisschild an der Kirchentür auf die Vorsichtsmaßnahmen hin. Folgender Hinweis ist in der EKHN-Handreichung zu finden:

 

„Gegenwärtig ist das stille Gebet einzelner Menschen in Kirchen noch möglich. Dabei wird vorausgesetzt, dass Vorsichtsmaßnahmen wie der Abstand zu anderen Einzelnen strengstens eingehalten werden.  Wir bitten, die von Bund und Ländern verabschiedeten Leitlinien zu beachten, die besagen, dass in der Öffentlichkeit zu anderen Personen ein Mindestabstand von 1,5 Metern einzuhalten ist. Wir empfehlen, diese Information am Eingang zur Kirche bekannt zu machen und darauf hinzuweisen, dass sich nur einzelne Personen im Kirchenschiff aufhalten dürfen.“

 

3.     Kreuzwege und Osterspaziergänge

 

Kreuzwege und Osterspaziergänge im üblichen Sinne sind in diesem Jahr nicht möglich, da es sich auch bei einer kleinen Gruppe um eine Versammlung handeln würde. Was möglich ist, ist ein vorbereiteter Stationenweg, der am Karfreitag individuell den ganzen Tag gegangen werden kann, oder in den Ostertagen an mehreren Tagen. Dann können die Menschen für sich entscheiden, wann sie gehen möchten und ob sie alleine oder zu zweit oder mit der Familie diesen Weg gehen möchten.

 

4.     Läuten am Karfreitag und Ostersonntag

 

Der Kirchenpräsident sprach in unserer Videokonferenz davon, dass am Karfreitag um 15 Uhr und am Ostersonntag um 12 Uhr geläutet werden sollte. Am Karfreitag um 15 Uhr auch nur mit der Totenglocke, am Ostersonntag kann die Osterfreude mit vollem Geläut ausgedrückt werden.

 

5.     Abendmahl zu Hause

 

In der Kirchenleitung kam die Frage auf, ob denn von zu Hause aus Abendmahl gefeiert werden kann. Dazu spricht die Kirchenleitung keine Empfehlung aus. Auch in unserer Kirche ist es so, dass nur ordinierte oder beauftragte Menschen das Abendmahl spenden dürfen. Auch in geschwisterlicher Verbundenheit mit unseren katholischen Geschwistern bittet die Kirchenleitung, dass wir uns daran halten.

 

6.     Rückmeldungen der Bürgermeister*innen

 

Auf meinen Brief an die Bürgermeister*innen haben sich bei mir viele Bürgermeister*innen zurückgemeldet. Die jeweiligen Rückmeldungen habe ich an Sie weitergeleitet. Nicht zurückgemeldet haben sich: Altenstadt, Büdingen, Glauburg, Schotten, Hammersbach und Reichelsheim. Falls die Bürgermeister*in sich bei Ihnen direkt gemeldet haben sollten, bitte ich Sie, mir die Rückmeldung zuzuschicken.

 

Zurückgemeldet haben sich: Echzell, Florstadt, Gedern, Grebenhain, Hirzenhain, Kefenrod, Limeshain, Nidda, Ortenberg, Ranstadt und Ulrichstein.

 

 

7.     Honorarkräfte (Organisten, Chorleiter*innen)

 

Immer wieder taucht die Frage auf, ob und von wem die Honorarkräfte im Orgeldienst bezahlt werden sollen. Es gibt freie Organistinnen und Organisten, die auf diesen Verdienst angewiesen sind. Die Auskunft vom Kirchenpräsidenten und OKR Böhm lautete, dass es keine gesamtkirchlichen Mittel dafür geben werde, da die Gelder für den Zweck der Organistenbezahlung den Gemeinden ja zugewiesen seien. Deshalb kam die Empfehlung, der ich mich gerne anschließen möchte, dass die Organistinnen und Organisten auch dann bezahlt werden sollen, wenn die Gottesdienste ausgefallen sind. Ich finde es auch richtig, wenn die Kirchengemeinden jetzt nicht an der Coronakrise verdienen würden, weil sie die bereits im Haushalt eingestellten Gelder nicht verausgaben brauchen. Die Organist*innen müssten einen Antrag stellen (wie auch sonst üblich) und das Geld kann angewiesen werden. Organistinnen und Organisten, die dies nicht wollen, werden natürlich nicht bezahlt.

 

8.     Frage nach Pflichtkollekten

Es tauchte auch die Frage nach den Pflichtkollekten auf. Dazu hat sich die Kirchenleitung bisher noch keine Gedanken gemacht. Da die Institutionen, die im Kollektenplan bedacht werden, auf die Kollektengelder angewiesen sind, wird sich die Kirchenleitung spätestens nach der Krise dazu Gedanken machen.

 

9.     Hilfreiche Internetseiten

 

Schließlich möchte ich noch auf hilfreiche Internetseiten verweisen. Hier finden Sie viele Informationen und auch ganz praktische Hilfen.

 

https://www.zentrum-verkuendigung.de/das-zentrum/projekte-und-themen/corona-pandemie/

https://www.ekhn.de/service/massnahmen-gegen-corona/corona-virus-aktuelle-berichte-und-impulse.html

 

Mit einem Gebet, das derzeit auf der ganzen Welt gebetet wird, möchte ich schließen.

 

Gott, unser Vater,

durch deinen Geist sind wir miteinander verbunden im Glauben, Hoffen und Lieben.

Auch wenn wir in diesen Zeiten vereinzelt sind: Wir sind Teil der

weltweiten Gemeinschaft deiner Kinder.

Lass wachsen unser Vertrauen in deine Nähe und in die Verbundenheit mit unseren Schwestern und Brüdern.

Die erkrankt sind, richte auf.

Mache leicht die Herzen der Einsamen.

Den Verantwortungsträgern gib Weisheit und Mut.

Stärke die Frauen und Männer im medizinischen Dienst.

Unseren Geschwistern in der weltweiten Kirche stehe bei.

Uns allen schenke Ideen, unserer Verbundenheit Ausdruck zu geben.

 

Segne uns, o Herr! Lass leuchten dein Angesicht über uns und sei uns gnädig ewiglich!

 

Segne uns, o Herr! Deine Engel stell um uns! Bewahre uns in deinem Frieden ewiglich!

 

Segne uns, o Herr! Lass leuchten dein Angesicht über uns und sei uns gnädig ewiglich!

 

Amen.

 

Mit freundlichen Grüßen und bleiben Sie behütet und gesund,

 

Sabine Bertram-Schäfer

 

Download
Informationen des Krisenstabes der EKHN zur Kar- und Osterwoche - 2.04.2020
200402 Information zur Karwoche und Oste
Adobe Acrobat Dokument 559.5 KB

Dekanin Sabine Bertram-Schäfer informiert - Stand 18.03.2020

Liebe Leserin, lieber Leser,

viele Fragen gehen bei uns ein und Informationen aus einzelnen Gemeinden. Ich möchte die Fragen gerne beantworten und die neusten Informationen weitergeben.

 

Beerdigungen

Viele Fragen drehen sich um das Thema „Beerdigungen“. Deshalb möchte ich dazu einige Anweisungen aussprechen.

Trauergottesdienste geschehen nur noch am offenen Grab, nicht mehr in der Kirche und auch nicht in den Trauerhallen. Beerdigungen sind auch nur noch im engsten Familienkreis möglich (Verwandte 1. Grades: Ehepartner, Eltern, Kinder, Enkelkinder, Geschwister). Die Anzahl spielt sich zur Zeit zwischen 15 und 25 ein. Wenn es seelsorgerliche Gründe gibt, die eine andere Entscheidung notwendig machen, dann liegt es in der seelsorgerlichen Verantwortung der Pfarrer*innen.

Manche Bestatter stellen keinen Sandeimer mehr zur Verfügung, da sie verhindern wollen, dass viele Menschen die Schaufel anfassen. Die liturgische Formel zum Erdwurf kann auch ohne die Handlung erfolgen.

 

Aussegnungen

Zum Thema „Aussegnungen“ erreichten mich auch Fragen. Eine Aussegnung im häuslichen Umfeld ist möglich. Bei der Aussegnung sollten neben Pfarrer*in nur noch 1-2 Personen im Zimmer anwesend sein. In den Krankenhäusern und Altenheimen gelten die Vorschriften der Einrichtungen.

 

Konfirmationen

Die Frage, wann die Konfirmationen, die im Mai stattfinden, abgesagt werden sollen, erreichen mich immer wieder. Deshalb möchte ich für das Dekanat Büdinger Land eine einheitliche Vorgehensweise vorschlagen und alle Konfirmationen vor den Sommerferien absagen. Das hat den Vorteil, dass die Konfirmationen für den Herbst neu geplant werden können.

 

Offene Kirchen

Dieses Thema ist noch nicht abschließend geklärt. Die Kirchenleitung ist hier mit dem Behörden noch im Gespräch. Bitte informieren Sie sich über die EKHN-Internetseite oder über den Newsticker +++ Corona +++ EKHN https://www.ekhn.de/aktuell/detailmagazin/news/newsticker-ekhn-und-corona.html

 

Regelmäßiges Gebet mit Kerze im Fenster um 19 Uhr

In manchen Gemeinden wird es bereits praktiziert. Jeden Abend um 19 Uhr läuten die Glocken und die Menschen stellen eine Kerze ins Fenster. Das ist ein Zeitfenster für ein freies Gebet oder für ein Vaterunser. Die Kerzen können von anderen wahrgenommen werden und Gemeinschaft verdeutlichen. Sie sind herzlich eingeladen, dieses Zeichen gemeinsam in unserem Dekanat umsetzen.

 

Seelsorge:

Für Krankenhaus und Altenheimen gelten die Vorschriften aus den Einrichtungen. Die meisten Altenheime und auch die Kliniken untersagen derzeit Besuche. Pfarrerinnen und Pfarrer sind auch weiterhin telefonisch erreichbar bzw. rufen bei Benachrichtigungen zurück. Seelsorge wird derzeit eine Telefonseelsorge.

Das betrifft auch die älteren Menschen in den Gemeinden. Jetzt ist die Gelegenheit, sie anzurufen und zu fragen, wie es Ihnen geht, wie Sie die Situation der Isolation verkraften und ob sie konkrete Hilfe brauchen (z.B. beim Einkaufen oder anderen Botengängen). Dazu könnten auch Konfirmanden oder Jugendliche bereit sein.

 

Gottesdienste:

Nachdem nun auch die Bundesregierung Versammlungen in Kirchen verboten hat, dürfen wir bis nach den Osterferien keine Gottesdienste abhalten. https://www.bundesregierung.de/breg-de/aktuelles/pressemitteilungen/vereinbarung-zwischen-der-bundesregierung-und-den-regierungschefinnen-und-regierungschefs-der-bundeslaender-angesichts-der-corona-epidemie-in-deutschland-1730934?fbclid=IwAR0W0Cm_m8FXFdIUXoRIzRV2jCr4Mz37wcbG7tCpvAF6eMelnFDiiMydyac

 

Die EKD hat auf ihrer Homepage Informationen zu „Kirche von zu Hause – Alternativen (nicht nur) in Zeiten von Corona“ eingestellt. Vielleicht finden Sie hier gute Anregungen für Möglichkeiten des Gebets, der Andacht. https://www.ekd.de/kirche-von-zu-hause-53952.htm?fbclid=IwAR1SNqKmTgtEuASvYVbKhTjFxF-XE-jAeKVFzFFrJM4jOWjd3IvBP1HG13A#

 

Auf der Homepage des Zentrums Verkündigung finden Sie ebenfalls Anregungen. https://www.zentrum-verkuendigung.de/das-zentrum/projekte-und-themen/corona-pandemie/

 

Taufen, Hochzeiten und Jubelhochzeiten

Auch diese Gottesdienste können derzeit nicht stattfinden. Nehmen Sie bitte Rücksprache mit Ihrer Pfarrerin / Ihrem Pfarrer und vereinbaren Sie, sofern absehbar, einen neuen Termin.

 

Verwaltung im Dekanat

Im Dekanat gibt es in der Verwaltung nur noch eine Notbesetzung. Wir versuchen Vieles im Homeoffice zu bearbeiten. Telefonisch ist das Dekanat vormittags von 9.00 – 12.00 Uhr von Montag bis Donnerstag zu erreichen (06043-80260).

 

Wir wollen unsere Verantwortung wahrnehmen und mit dazu beitragen, dass das Virus sich nur noch sehr langsam ausbreiten wird.

 

Ein Gebet möchte ich Ihnen am Schluss mit auf den Weg geben:

 

Gott, wir bitten dich:

Lass uns erkennen,

wie wir dir dienen können,

was heute unsere Aufgabe ist.

Schaffe Ordnung in aller Unordnung

Und Ruhe in aller Unruhe.

Amen.

 

Bleiben Sie behütet!

 

Herzliche Grüße Ihre Dekanin Sabine Bertram-Schäfer

****************

 

Wir begegnen uns - anders: Jugend-Andachten in Zeiten von Corona


Dringende Handlungsempfehlungen zum Corona Virus- (Stand: 13. März 2020)

 

Die weitere Ausbreitung des Corona-Virus ist eine schwerwiegende Bedrohung. Es ist mittlerweile sehr deutlich, dass es nicht nur darum geht, Einzelne zu schützen. Gemeinsam müssen wir alles tun, um eine Ausbreitung des Virus zu verlangsamen. Das ist nötig, um eine ausreichende Versorgung für alle Erkrankten zu gewährleisten. Deshalb muss alles getan werden, um Situationen zu vermeiden, die Infektionen begünstigen. Das Virus kann sich vor allem dann weiter verbreiten, wenn viele Menschen zusammenkommen. Da wir als Kirche immer wieder Menschen in Gottesdiensten, Veranstaltungen und in unserer täglichen Arbeit zusammenführen, haben wir eine große Mitverantwortung. Mit unserer Botschaft ist der Anspruch verbunden, gerade diejenigen zu schützen, die besonders gefährdet sind. Das sind in der gegenwärtigen Bedrohung Menschen mit Vorerkrankungen und alte Menschen, aber selbstverständlich auch alle anderen.

 

Die Kirchenleitung der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) gibt deshalb Handlungsempfehlungen für Kirchengemeinden, Dekanate und Einrichtungen und bittet dringend, diese zu beachten. Die Handlungsempfehlungen werden von einem eingesetzten Krisenstab der Lage entsprechend fortlaufend aktualisiert.

 

Aktuelle Informationen finden sich im Internet hier: www.ekhn.de/corona

 

Individuelle Fragen bezüglich Verhalten und Planung im Rahmen kirchlicher Arbeit können an die zentrale E-Mail-Adresse corona@ekhn.de gerichtet werden.

 

Weitere Hinweise zum Umgang mit der Infektionsgefahr mit dem Corona-Virus finden Sie auf der Website der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung: bzga.de.

 

Generelle Linie: Verzicht auf Veranstaltungen

Alle Veranstaltungen, zu denen Menschen auf engem Raum zusammenkommen, bergen das Risiko, dass Viren übertragen werden und anschließend in neue Kreise der Bevölkerung gelangen. Dies gilt umso mehr für Veranstaltungen, zu denen Menschen überregional anreisen. Deshalb empfehlen wir eine grundsätzliche Absage aller Veranstaltungen anhand der folgenden Kategorien:

 

Öffentliche Veranstaltungen

Gemäß Erlass des Hessischen Sozialministeriums und der Empfehlung der rheinland-pfälzischen Landesregierung sind öffentliche Veranstaltungen mit über 1.000 Teilnehmer*innen abzusagen. Auch andere öffentliche Veranstaltungen mit weniger als 1.000 Teilnehmenden sollen abgesagt werden (z.B. Konzerte und Konferenzen).

 

Interne Veranstaltungen

Auch bei internen Veranstaltungen ist kritisch zu prüfen, ob diese unbedingt notwendig sind, oder ob auf sie verzichtet werden kann (z.B. Gemeindekreise, Chorproben, Sitzungen, Schulungs- und Fortbildungsmaßnahmen sowie Reisen).

 

Gottesdienste

Gottesdienste haben eine wichtige seelsorgliche Funktion. Sie können nach unserer Einschätzung zurzeit weiterhin stattfinden, sofern es die örtlichen Bedingungen erlauben. Bei der Entscheidung sind folgende Kriterien zu beachten:

 

* Anweisungen und Empfehlungen örtlicher Behörden sind zu befolgen.

 

* Gibt es in der Nähe bekannte Infektionsfälle?

 

* Können die Teilnehmenden im Gottesdienstraum den empfohlenen Sicherheitsabstand von 1 Meter einhalten?

 

* Kann das Risiko durch Maßnahmen minimiert werden (z.B: durch gutes Lüften und Desinfizieren)?

 

In der Liturgie soll auf körperliche Nähe und direkten Kontakt verzichtet werden. Dies betrifft insbesondere den Friedensgruß, den Handschlag sowie das Austeilen von Gesangbüchern. Wo möglich, können Streaming-Angebote oder On-Demand-Angebote (Audio und / oder Video) gemacht werden. Auch Fernseh- und Rundfunkgottesdienste können in dieser Zeit eine Alternative sein.

 

Vorerst Verzicht auf das Abendmahl

Es wird empfohlen, bis auf Weiteres auf die Feier des Abendmahles zu verzichten. Für die Karwoche und Ostern werden aktuelle Empfehlungen entsprechend der dann gültigen Lage gegeben. Hausabendmahle sollten im Rahmen der Seelsorge weiterhin möglich sein.

 

Vorstellungsgottesdienste und Konfi-Freizeiten 

Vorstellungsgottesdienste und Konfi-Freizeiten, die in den nächsten Wochen geplant sind, sollen abgesagt werden. Ob und wann sie wieder möglich sind, hängt von der Entwicklung der Pandemie ab.

 

Konfirmationsgottesdienste

Wie mit den Konfirmationsgottesdiensten umzugehen ist, wird derzeit geprüft. Es ist damit zu rechnen, dass auch die Konfirmationen verschoben werden müssen. Eine Empfehlung folgt bis spätestens 20. März.

 

Jubiläen, Verabschiedungen, Amtseinführungen, Ordinationen

Sofern geplant ist, Jubiläen, Verabschiedungen, Amtseinführungen und Ordinationen in einem öffentlichen Rahmen zu feiern, sollen sie verschoben werden.

 

Tauf-, Trau- und Bestattungsgottesdienste

Auch bei Tauf-, Trau- und Bestattungsgottesdiensten muss der Schutz der Teilnehmenden im Vordergrund stehen. Vor Ort ist zu prüfen: Gibt es eine vertretbare Form, bei der die allgemeinen Vorsichtsmaßnahmen eingehalten werden können? Bei Bestattungen kann durch eine Feier unter freiem Himmel die Ansteckungsgefahrverringert werden.

 

Kindertagesstätten und kirchliche Schulen

Kindertagesstätten und kirchliche Schulen halten sich an die Vorgaben der Schulämter und ggf. des zuständigen Gesundheitsamtes.

 

Häusliche Besuche

Bei persönlichen Kontakten im Rahmen der Seelsorge geht es darum, Begleitung zu gewährleisten und das Ansteckungsrisiko zu minimieren. Empfehlungen zur konkreten Umsetzung für Hausbesuche, Besuchsdienste und Besuche in Heimen werden derzeit erarbeitet. Bei Besuchen in Seniorenheimen soll vorher mit der Hausleitung geklärt werden, in welchem Rahmen Kontakte möglich sind.

 

Alle sind in der Verantwortung

Ehrenamtliche sind wie Hauptamtliche in der Pflicht, das Corona-Virus nicht weiterzutragen. Wer sich in einem Risikogebiet aufgehalten hat oder mit Infizierten oder mit Personen aus einem Risikogebiet in Kontakt war, soll Gottesdienste und andere Veranstaltungen für zwei Wochen nicht besuchen.

 

Geistliche Herausforderung

Die Corona-Pandemie ist eine große Belastung für viele Menschen, für die Wirtschaft und die Gesellschaft insgesamt. Die große Infektionsgefahr zwingt uns zu sehr schmerzlichen Maßnahmen. Uns liegt daran, Menschen so zusammenzubringen, dass sie miteinander gestärkt werden – durch das Hören auf Gottes Wort, durch Gesang, Gebet, Gespräch und darin, dass sie aneinander Anteil nehmen und sich gegenseitig unterstützen. Jetzt ist es geboten, vielfach Abstand voneinander zu halten, wo es doch gerade in solchen Zeiten auch schützende und anteilnehmende Gemeinschaft braucht. Es geht deshalb auch darum, die Notwendigkeit, dass wir einander schützen, als gemeinschaftliches Handeln zu begreifen, mit dem wir uns umeinander sorgen. Und es geht darum, auch in den Zeiten des Abstands voneinander, Formen zu suchen und zu pflegen, in denen wir miteinander Halt und Kraft im Evangelium finden. Nächstenliebe ist und bleibt unser Maßstab.

 

Download
20-03-13 Handlungsempfehlungen Corona Vi
Adobe Acrobat Dokument 484.5 KB

Mehrsprachige Hinweise zum aktuellen Umgang mit dem Corona-Virus

Download
2020_3_17_Corona_DEUTSCH_.pdf
Adobe Acrobat Dokument 483.4 KB
Download
2020_3_17_Corona_DARI(FARSI)_.pdf
Adobe Acrobat Dokument 298.9 KB
Download
2020_3_17_Corona_TUERKISCH_.pdf
Adobe Acrobat Dokument 490.0 KB
Download
2020_3_17_Corona_ARABISCH_.pdf
Adobe Acrobat Dokument 716.4 KB
Download
2020_3_17_Corona_ENGLISCH_.pdf
Adobe Acrobat Dokument 465.6 KB


Sie wollen einen Gottesdienst im Fernsehen oder im Rundfunk mitfeiern? Übersichten zu diesen Angeboten finden Sie hier:
www.zdf.fernsehgottesdienst.de
www.kirche-im-hr.de

*******

Unser Jahresthema 2020

"Schöpfung bewahren - gemeinsam für unser Haus Erde handeln"

Nidda, im September 2019

Foto: Kai G. Fuchs
Foto: Kai G. Fuchs

Unser Dekanat und seine Kirchengemeinden zeichnen sich durch eine Vielfalt von Bereichen mit unterschiedlichen Menschen und ihren Aktivitäten aus. Mit einem jährlich wechselnden Jahresthema wollen wir von nun an ein verbindendes und kreatives Element schaffen, um so das Zusammengehörigkeitsgefühl im Dekanat zu fördern.

 

„Schöpfung bewahren – gemeinsam für unser Haus Erde handeln“ – unser Jahresthema 2020

 

Mit dem gewählten Thema eröffnen sich in unseren Augen vielfältige und impulsgebende Möglichkeiten für unsere gemeinsame Arbeit im kommenden Jahr und darüber hinaus.

Im Vorfeld der Festlegung des Jahresthemas hat sich der Synodalvorstand eingehend damit befasst, wie wir unserer Verantwortung bei Klima- und Umweltfragen gerecht werden können. Als Zusammenschau der Überlegungen ist ein Positionspapier entstanden, das wir Ihnen ans Herz legen wollen.

Was in dieser Positionsbeschreibung (s. U.) vielleicht noch fern und abstrakt klingen mag, wollen wir mit Leben füllen. Auf unserer Dekanatshomepage haben wir eine Rubrik eingeführt, die das Jahresthema begleitet. (Link zum Jahresthema). Dort werden mit der Zeit „Best Practice“-Beispiele ebenso zu finden sein wie Materialien für Gottesdienste, Buchvorstellungen oder Anregungen für Aktionen sowie ein Diskussionsforum. 

   

Wir laden Sie und ihre Kirchengemeinde herzlich ein, Ihre Aktivitäten mit dem Jahresthema zu verknüpfen und uns diese mitzuteilen, damit auch andere motiviert werden.

Ideen und Vorschläge im Rahmen des Jahresthemas können Sie gerne heute schon Rita Stoll (Referentin für Gesellschaftliche Verantwortung) unter rita.stoll@dekanat-buedinger-land.de oder unter 06043-802614 mitteilen. Eine Arbeitsgruppe wird weitere Ideen sammeln und Ihnen zur Verfügung stellen.  

 

„Suchet der Stadt Bestes, des Landes auch und der Welt, der Zeit, in der ihr lebt.“ (nach Jeremia 29,7)

 

Download
Download Positionspapier
Positionspapier Bodenschutz 170919.pdf
Adobe Acrobat Dokument 190.6 KB


So finden Sie uns

Der Schutz des Nächsten ist eine dem Glauben an den dreieinigen Gott innewohnende Forderung; insofern werden im Folgenden Selbstverpflichtungen der evangelischen Kirchen formuliert, die nicht allein den virologischen Einsichten Folge leisten, sondern auch den eigenen ethischen Einsichten zum Schutz der Nächsten. Die akkurate Beachtung der folgenden Regelungen entspricht daher der Eigenverantwortung aller Akteure und wird in den jeweiligen Landeskirchen bzw. Regionen unter den dort obwaltenden Näherbestimmungen umgesetzt. Zugleich werden diese Selbstverpflichtungen der evangelischen Kirchen im Blick auf eventuell weitere Lockerungen und/oder Festlegungen der Bundesregierung regelmäßig überprüft und entsprechend angepasst.   
 
1. Die öffentlichen Gottesdienste an Sonn- und Feiertagen werden in Kirchen oder open air gefeiert, - und nur ausnahmsweise und unter Voraussetzung ihrer Eignung in sonstigen Gottesdiensträumen.  
 
Öffentliche Gottesdienste an Sonn- und Feiertagen können nur unter Berücksichtigung strenger Hygieneauflagen (Desinfektionsmittel bereitstellen; Waschbecken – wo möglich - zugänglich machen; Türgriffe/Handläufe desinfizieren) gefeiert werden; insbesondere ist darauf zu achten, dass  

  • der Sitz- bzw. Stehabstand zwischen den Personen entsprechend eineinhalb bis zwei Meter in jede Richtung beträgt, sodass eine Höchstzahl von Teilnehmenden je nach Kirchengröße festgelegt wird,  
  • die einzunehmenden Plätze markiert werden, wobei Hausstandsgemeinschaften nicht getrennt werden,
  • die Emporen für die Gottesdienstgemeinde nicht genutzt werden,
  • das Betreten und Verlassen der Kirche geordnet organisiert werden
  • eventuelle Infektionsketten nachvollzogen werden können,
  • liturgische Berührungen (Begrüßung/Friedensgruß) vermieden werden,
  • der Ablauf des Gottesdienstes auf Extrazetteln oder mittels Beamer bekannt gemacht werden,
  • dringend empfohlen wird, Mund-Nasen-Schutz während des Gottesdienstes zu tragen,
  • Kollekten nur am Ausgang eingelegt werden.  

2. Um eventuelles Gedränge vor der Kirche zu vermeiden, sollten im Bedarfsfall in den Kirchen Zugangsbeschränkungen definiert werden. Beim Einlass und Ausgang ist das Abstandhalten durch organisatorische Maßnahmen zu gewährleisten. Bei großer Nachfrage sind mehrere Gottesdienste sinnvoll; Kindergottesdienste sollten an die Öffnungen von Kitas/Grundschulen/Spielplätzen gebunden sein und nur im kleinen Kreis gefeiert werden. 
 
3. Gemeinsames Singen birgt besonders hohe Infektionsrisiken, deshalb sollte darauf wie auch auf Blasinstrumente bis auf Weiteres verzichtet werden. 
 
4.  Abendmahlsfeiern erfordern besondere hygienische Achtsamkeit; deswegen zuerst die Erinnerung, dass ein Wortgottesdienst keine Minderform von Gottesdienst ist, sondern die vollständige Gegenwart Jesu Christi eröffnet. Wenn Abendmahl dennoch gefeiert werden soll, sollte die Kelchkommunion unterbleiben bzw. nur mit Einzelkelchen erfolgen.  
 
5. Für Trauergottesdienste gelten die gleichen hygienischen Sicherheitsbestimmungen in Kirchen wie für die Gottesdienste an Sonn- und Feiertagen. Beerdigungen am Grab sollten im Einklang mit den regional geltenden Regeln gestaltet werden.     
 
6.  Für Taufen und Trauungen gelten die gleichen Auflagen wie für Gottesdienste an Sonn- und Feiertagen. Häufiger als bisher sollten Taufen auch außerhalb des Hauptgottesdienstes gefeiert werden. 
 
7.  Von Konfirmationen, Ordinationen und anderen, begegnungsintensiven Feierformen sollte vorerst abgesehen werden, um erst Erfahrungen mit den hier beschriebenen Gottesdienstformaten zu sammeln. Sollten sie dennoch stattfinden, gelten die Anforderungen an Abstandswahrung und Hygienemaßnahmen in einem noch höheren Maße.  
 
8.  Von der Möglichkeit, Sonn- und Feiertagsgottesdienste im Freien (z.B. Himmelfahrt; Pfingsten) zu feiern, kann unter Berücksichtigung der allgemeinen Abstands- und Hygienebestimmungen und unter Beachtung der regionalen Versammlungsbeschränkungen Gebrauch gemacht werden. Das Tragen von Mund-Nasen-Schutz sollte selbstverständlich sein.  
 
9.  Die Gemeinden werden ermutigt, die gegenwärtig genutzten Wege einer medialen Teilnahme an Gottesdiensten (z.B. durch Streamingangebote) aufrecht zu erhalten bzw. weiter zu entwickeln. 
 
 
Stand, 24. April 2020