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Gedanken zum Sonntag - 29.05.2016

Die Erde ist ein Raumschiff

„Reichtum des Ozeans“ - Bild der Künstlerin Lucy D`Souza-Krone
„Reichtum des Ozeans“ - Bild der Künstlerin Lucy D`Souza-Krone

 

Von Friedrich Fuchs

 

In 92 Minuten umrundet die Internationale Raumstation (ISS = International Space Station) unseren Planeten. Das tut sie seit 1998. Inzwischen hat sie eine Größe von etwa 110 m x 100 m x 30 m. Von 2000 bis heute sind etwa 220 Menschen kurze oder längere Zeit mitgeflogen. Damit das möglich ist, verfügt die ISS über ein hochkompliziertes Lebenserhaltungssystem (Life-Support-System). Die Raumfahrer ihrerseits müssen viel wissen, verstehen und können. Ein hohes Maß an Ausdauer, Disziplin, Sparsamkeit, Zusammenarbeit und Zusammenspiel ist nötig, um in dieser Umgebung zu leben. Übrigens: Die Flughöhe der ISS beträgt etwa 400 km über der Erde. In klaren Nächten ist sie leicht zu sehen. Von Westen nach Osten zieht sie als heller stetig scheinender Lichtpunkt über den Himmel. Die genauen Überflugzeiten für jede Nacht gibt es im Internet.

 

Aus dem Weltall betrachtet erscheint die Erde als Raumschiff. Der amerikanische Architekt und Ingenieur Richard Buckminster Fuller (1895 – 1983) hat Ende der 60er Jahre des letzten Jahrhunderts darauf hingewiesen. Sein Buch Operating Manual for Spaceship Earth (dtsch.: Bedienungsanleitung für das Raumschiff Erde) ist eine nachdrückliche Aufforderung, sich dies klar zu machen und dementsprechend zu leben: „Das höchste Interesse und Engagement seiner Besatzung muss der Aufrechterhaltung lebbarer Verhältnisse gelten!“ Dieser Mann hat Recht! Im Grunde war es schon immer so. Allerdings haben es die Menschen tausende Jahre lang nicht gewusst. Die Erde galt ihnen als ein schier endloser Raum. Dann kam eine Zeit, in der sie so taten, als ob sie es nicht wüssten. Diese Zeit ist noch nicht vorbei. Allerdings steht ihr Ende unmittelbar bevor. Die Aufgabenstellung der nächstfolgenden Zeit ist klar.

 

Im Gegensatz zur ISS ist das Life-Support-System des Raumschiffs Erde nicht von Menschen konstruiert. Wir wissen nicht genau, wie es funktioniert. Die Wissenschaftler haben sehr viel herausgefunden. Aber vieles ist unerforscht. Wir verursachen unermessliche Störungen. Wir und die anderen Lebewesen erleiden sie; nicht wenige gehen dabei zugrunde. Es könnte sein, dass unser Raumschiff dabei irreparabel beschädigt wird. Trotz aller Wissenslücken, unklarer Fakten und Unschärfen gibt es aber auch eine Ahnung und ein Wissen, wie angemessenes und richtiges Verhalten im Raumschiff zu sein hat. Das wurde anderswo schon oft aufgeschrieben, sodass ich es hier nicht noch einmal tun muss. Stattdessen schlage ich eine Selbstprüfung vor, deren Ziel darin besteht, die eigene Raumschifftauglichkeit einzuschätzen. Findige könnten sich dazu einen Fragebogen ausdenken, der schlussendlich in eine Bewertungsskala etwa von eins bis sechs mündet.

 

Modul D nenne ich in Anlehnung an die Arbeits- und Wohneinheiten der ISS den Nahbereich, von dem ich eine ungefähre Anschauung habe. D wie Deutschland. Auf drei Befindlichkeiten stoße ich oft: ganz viel Angst vor der Zukunft, die tiefe Überzeugung, immerzu geschädigt zu werden und schließlich die große Sorge für sich und den eigenen kleinen Schlupfwinkel. Dies sind eher unfunktionale Begabungen für einen guten Weiterflug des Erdraumschiffs. Die alten guten christlichen Werte werden jetzt wieder öfter angesprochen, aber meistens wie ein Paket ohne Inhaltsangabe. Worin bestehen sie? Sie bestehen in einem lebensechten Gottvertrauen, einer klugen, mit vielen Wassern gewaschenen Nächstenliebe und einer neugierigen Hoffnung auf Gottes Zukunft mit uns. Ungeachtet einer zukünftigen konkreten Betriebsanleitung für das Raumschiff Erde sind sie keine schlechte Grundlage für die Raumfahrt.

 

Friedrich Fuchs

Pfarrer in Aulendiebach, Rohrbach und Wolf   


Kurznachrichten in Ton und Bild aus der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau - 20.05.2016:

Hessentag 2016/Christen protestieren gegen Deutsche Bank/850.000 Euro für Diakonie

  


Revidierte Übersetzung für das Reformationsjubiläum 2017 fertiggestellt

Die neue Lutherbibel 2017 schon jetzt bestellen

Den Text der Lutherbibel neu zu bearbeiten – das gehörte zu zentralen Projekten der evangelischen Kirche für das Reformationsjubiläum 2017. Nun sind die Durchsicht und Revision der Texte der Lutherübersetzung ins Deutsche abgeschlossen, die neue „Lutherbibel 2017“ geht in wenigen Wochen in den Druck. 

 

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