Ökumene und Partnerschaft

Warum Partnerschaftsarbeit wichtig ist

Das Bekenntnis zu Jesus Christus verbindet christliche Gemeinschaften und Kirchen auf der ganzen Welt. Für die zahllosen Aktivitäten im Sinne dieses Miteinanders steht das Wort Ökumene, das sich aus dem griechischen Wort für bewohnte Erde ableitet.

 

 Ökumenischen Beziehungen und Kontakte sind wichtig, um die großen Themenkomplexe „Mission und Ökumene“ als einen Grundbestand unseres kirchlichen Lebens zu verstehen und nicht als einen Anhang zur Arbeit in der Gemeinde. Partnerschaft und Ökumene beginnen nicht erst dann, nachdem die Arbeit vor Ort gemacht ist. 

 

Unsere Partner in Indien und Weißrussland halten beispielhaft das Anliegen und die Darstellung der weltweiten Kirche in unserem Dekanat am Leben. Die großen Worte aus der theologischen Arbeit der Ökumene wie „Einheit der Kirche“, „Kirche als verpflichtende Gemeinschaft“, „Lernfeld Ökumene“ werden innerhalb der Partnerschaftsarbeit umgesetzt oder sie bleiben Schlagworte ohne Bodenhaftung vor Ort. 

 

Partnerschaft besteht in der Begegnung mit den Menschen aus Kerala und Weißrussland und ein Lernen, wie vielfältig das Evangelium in verschiedenen Ländern und Kulturkreisen dieser Erde Wurzeln geschlagen hat. Diese Unterschiede in Tradition, Kirchenordnung und Bibelverständnis gilt es zu respektieren und im Gespräch und im Miteinander verstehen zu lernen. Beziehungen zwischen Menschen unterschiedlicher Kirchen, Kulturen und Gesellschaften braucht Vertrauen und Engagement, weil immer wieder Missverständnisse und Nichtverstehen eine Partnerschaft in Frage stellen kann. Hierbei kommt dem gemeinsamen Gottesdienst und Gebet, der regelmäßigen Fürbitte und die Besinnung auf unseren gemeinsamen Glauben in Jesus Christus eine elementare Bedeutung zu. 

 

 


28.01.2021 | 19:00 Uhr - Vortrag und Gespräch – Webseminar

Die Rolle der lokalen Tradition in indischen Kirchen und in der Partnerschaft

Durch die Vermittlung des Zentrums für Mission und Ökumene und Menschen aus der Nordkirche hat die Theologin Sophia Schäfer 10 Monate lang in Koraput, Odisha in der lutherischen JELC Gemeinde gelebt und sich in das kirchliche Leben eingebracht. Ihre Erfahrungen, Gespräche und Analysen aus den Jahren 2018 und 2019 verarbeitet sie in ihrer derzeit entstehenden Dissertation über die Bedeutung religiöser Autorität unter den Christ*innen in Koraput.

 

In ihrem Vortrag will sie uns teilhaben lassen an ihrem Verständnis, welche Rolle die lokalen Traditionen aus vormissionarischer Zeit die heutige kirchliche Realität prägen. Die Entwicklungen der Gegenwart, so zum Beispiel die sich verschärfende Konkurrenzsituation mit pfingstkirchlichen Gruppen, zu deren Gottesdiensten auch JELC-Mitglieder gehen, lassen sich so einordnen und besser verstehen. Auch Erwartungen und Missverständnisse in den Partnerschaftsbeziehungen können wir so auf die Spur kommen und im gemeinsamen Gespräch vertiefen.

 

Dazu laden Sophia Schäfer (EKHN) und Jörg Ostermann-Ohno (Nordkirche) herzlich ein.

 

PS: Die Veranstaltung wird am 13. Februar erneut auf Englisch mit einem indischen Publikum gehalten. Deutsche Teilnehmer*innen sind dazu herzlich eingeladen.

Download
Indische Tradition_Schäfer_2021.pdf
Adobe Acrobat Dokument 798.4 KB

Bitte spenden Sie! - Aufruf im April 2020

Lock-Down in Kerala. Das bedeutet: keine Arbeit – kein Verdienst. Denn ein großer Teil der Arbeitskräfte in Indien arbeitet ohne Vertrag, sehr viele sogar als Tagelöhner. „Wenn du heute keine Arbeit findest, hat deine Familie morgen nichts zu essen. Das ist so!“, beschreibt unser ehemaliger weltwärts-Freiwilliger, Joshy John, die Lage in Indien.

 

Unsere Partnerdiözese verteilt 1.500 Lebensmittelpakete an die Ärmsten der Armen. Und dafür bittet Sie uns um Unterstützung! Nur 10 Euro kostet ein Paket. Mehr Informationen unter finden Sie auf unserem Spendenflyer (Link setzen).

 

Spenden Sie unter dem Stichwort „Curry für Kerala“: Ev. Regionalverwaltung, IBAN: DE 92 5185 0079 0304 0079 58, Sparkasse Oberhessen.


Thomas Philipp - Inhaber der Profilstelle "Ökumene"

Foto: Gert Holle
Foto: Gert Holle

Ich heiße Thomas Philipp, bin Jahrgang 1961 und verheiratet. Ev. Theologie habe ich in Bethel und Heidelberg studiert. Meine Vikarszeit verbrachte ich in Limburg/Lahn. Während des Spezialpraktikums nach dem zweiten Examen waren wir – meine Frau und ich - für 1 Jahr in der Dt. Ev. Gemeinde in Asuncion/Paraguay. Von 1991 bis 2004 arbeitete ich als Gemeindepfarrer in Bromskirchen (Dekanat Biedenkopf) und bin seit dem 01. Juni 2004 Inhaber der (0,5) Gemeindepfarrstelle in Ranstadt, die mit der 0,5 Profilstelle „Ökumene“ im Evangelischen Dekanat Büdinger Land (vormals Arbeitsgemeinschaft (AG) der Dekanate Büdingen, Nidda, Schotten) verbunden ist. 

 

 

 

 

Pfarrer Thomas Philipp (0,5 Pfarrstelle in Verbindung mit einer 0,5 Profilstelle Ökumene)

Ev. Pfarramt 

Hintergasse 47 

63691 Ranstadt 

Tel: 06041/ 821850 

Fax:06041/ 821851 

E-Mail: Ev_Kirchengemeinde_Ranstadt@t-online.de



Das gemeinsame Präsidium des 3. Ökumenischen Kirchentages hat es beschlossen: Der 3. Ökumenische Kirchentag (ÖKT) vom 12. bis 16. Mai 2021 in Frankfurt soll trotz Corona stattfinden. Das Format wird pandemiekonform angepasst.

 

22.09.2020

 

Gerade in Krisenzeiten sind Begegnung, Dialog und Gemeinschaft wichtig für den gesellschaftlichen Zusammenhalt – davon sind die Veranstalter, der Deutsche Evangelische Kirchentag und das Zentralkomitee der deutschen Katholiken, fest überzeugt.